Großer Andrang bei Veranstaltung zur Stadtentwicklung

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Mehr Attraktivität in Aussich
Mehr Attraktivität in Aussicht: Auf dem Areal zwischen Hauptstraße, Bahnstraße und Burgstraße sollen sechs seniorengerecht ausgestattete Neubauten entstehen. Foto: Stefan Klassen

Baesweiler. Mit einem derart großen Andrang zur Bürger-Informationsveranstaltung über die aktuelle Entwicklung in Setterich hatte bei den Christdemokraten keiner gerechnet. So mussten in der Aula der Barbaraschule noch mehrere Stuhlreihen aufgestellt werden, damit jeder der mehr als 100 Besucher einen Sitzplatz bekam.

Für den Settericher CDU-Vorsitzenden Franz Körlings ein deutliches Signal: „Derartige Veranstaltungen zeigen, dass die Menschen an Informationen und politischen Hintergründen interessiert sind.”

Fachkundig unterstützt wurde die Settericher CDU von Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens und dem Ersten und Technischen Beigeordneten Peter Strauch. Vize-Bürgermeister Jürgen Burghardt moderierte die Veranstaltung, die in mehrere Themenblöcke aufgeteilt war. So ging es unter anderem um die Zukunft des Areals der Lessingschule, um das Gelände an der Ecke Bahn- und Hauptstraße sowie den Sportplatz an der Schmiedstraße, der aufgrund der städtischen Finanzlage in Bauland umgewandelt werden soll.

Burghardt hob hervor: „Wenn man alle Baumaßnahmen der letzten beiden Jahre und das, was in den nächsten Jahren noch ansteht, zusammen betrachtet, so kann man sagen: Wir stehen vor den größten Veränderungen seit dem Bau der Bergarbeitersiedlungen in den 50er und 60er Jahren.” So sei möglicherweise vorgesehen, die Lessingschule an einen Investor zu veräußern, um dort vorrangig betreutes Wohnen zu schaffen. Bis Ende des laufenden Schuljahres wird das Schulgebäude noch vom Gymnasium genutzt, das energetisch saniert wird.

Bei der Infoveranstaltung wurde darauf verwiesen, dass die Sporthalle an der Lessingschule im Eigentum der Stadt und für den Schul- und Vereinssport erhalten bleibt.

Hinsichtlich des Umbaus der Hauptstraße appellierte Burghardt an den Technischen Beigeordneten Peter Strauch: „Ich weiß, dass es nicht ohne Behinderungen gehen wird, aber bitte organisieren Sie den Umbau der Hauptstraße mit möglichst wenig Beeinträchtigungen für den Einzelhandel.” Strauch verdeutlichte, dass der Ausbau der Straße zunächst von Im Bongert bis zu den Banken in Absprache mit den Gewerbetreibenden in zwei Bauabschnitten erfolgen werde.

„Es wird nicht ohne Beeinträchtigungen gehen, wir werden jedoch versuchen, diese möglichst gering zu halten”, sagte Strauch. Die Settericher CDU-Vertreter machten deutlich, dass sie es als sinnvoll ansehen, zwischen Im Bongert und dem Kreisverkehr nahe Aldi Parkplätze für Dauerparker einzurichten, um so auch den Bediensteten der im neuen Zentrum angesiedelten Gewerbetreibenden Parkmöglichkeiten zu bieten.

In weiteren Stufen ist dann geplant, die Hauptstraße bis etwa in Höhe der Andreasstraße attraktiver zu gestalten.

Als es bei der Versammlung um die Pläne zur Neugestaltung des Areals zwischen Hauptstraße, Bahnhofstraße und Burgpark ging, wurde artikuliert, dass der Eingangsbereich von Setterich aus Richtung Baesweiler kommend nicht gerade ein Musterbeispiel von Attraktivität sei.

Sportplatzverkauf

Bei dem städtebaulichen Ziel, den Bereich zwischen den beiden ehemaligen Gaststätten neu zu gestalten und dort aufgelockert seniorengerechte Wohnungen mit Betreuungsangebot zu schaffen, legt die Settericher CDU besonderen Wert darauf, dass die Gebäude entlang der Hauptstraße nicht höher werden als das ehemalige Hotel.

Darüber hinaus stellte Peter Strauch den Planentwurf zur Bebauung des ehemaligen Sportplatzes Schmiedstraße vor. Bürgermeister Dr. Willi Linkens bedauerte, dass derartige Vorschläge gemacht werden müssen, sah aber auch keine andere Möglichkeit, den Haushalt der Stadt auszugleichen. „Sonst wird uns jeder politische Spielraum genommen”, so der Bürgermeister. „Dann werden wir von der Kommunalaufsicht bald gezwungen, die Grund- und Gewerbesteuern deutlich zu erhöhen, Parkgebühren zumindest in den Zentren einzunehmen oder auf freiwillige Leistungen wie etwa die Unterstützung der Vereine zu verzichten.”
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