Baesweiler - Grengrachtschüler gehen mit Raketenstarts auf Sendung

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Grengrachtschüler gehen mit Raketenstarts auf Sendung

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
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3, 2, 1 – alle pusten! Auch für den Strohhalm-Raketenstart gab es in der Grengrachtschule einen Countdown. Joachim Hecker (Mitte) gab die Richtung vor. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Wenn‘s ordentlich knallt und zischt, dann macht Naturwissenschaft den Schülern so richtig Spaß. Bloß stehen Experimente leider viel zu selten auf dem Lehrplan. Ganz anders war das am Donnerstag in Baesweiler, und zwar in der Grengrachtschule.

Dort durften Viertklässler viel ausprobieren und sogar Raketen starten lassen – in ihrem ganz eigenen „Cape Baesweiler“.

Im Kinderradiokanal des WDR gingen die Kleinen eine Stunde lang auf Sendung. Mit „Hexenmeister“ Joachim Hecker, der ihnen vorab eine ganze Menge rund um Raketen erzählt hatte. Zum Beispiel, wie sich schon mit zwei unterschiedlich dicken Strohhalmen ein ganz passabler Start hinbekommen lässt. Einfach den dünnen in den dicken stecken, hochhalten, von unten reinpusten – und ab saust der innere Halm.

Eine richtige Rakete sei das freilich nicht, ließ Hecker die Kinder wissen. „Denn die muss sich aus eigener Kraft fortbewegen können.“ Dafür braucht sie Treibstoff. Da die Kinder aber nicht mit Kerosin & Co. hantieren können, hatte Hecker Dinge zur Hand, die sich im Haushalt finden. In ein Tablettenröhrchen steckte er ein paar Brausetabletten, füllte ein wenig Wasser rein und drückte den Deckel drauf.

Es dauerte keine fünf Sekunden, bis der mit einem lauten „Plopp“ hoch zur Decke des Klassenzimmers schoss. Dafür gab es donnernden Applaus im Klassenzimmer – und auch später in der Schulaula, in der das Experiment bei der Liveübertragung im Beisein aller Viertklässler wiederholt wurde. Auf Sendung gingen nur die 4c und die 4d – und da waren die Aufgaben klar verteilt.

Was ist heute wichtig?

Während eine Hälfte der Kinder diRaketen-Eperimente vorbereitete, feilte die andere an Texten für die „Klickernachrichten“. Dabei sichteten die Kinder vier Stunden vor der Sendungzunächst die Nachrichtenlage und mussten aussortieren. Ist der mögliche Fund von Wrackteilen der vermissten Flugzeug von Malaysia Airlines heute wichtiger als Merkels Rede zur Krim-Krise?

Darüber stimmten die Kinder ab – und entschieden sich für das Flugzeug. Dann ging es darum, die Nachricht kindergerecht zu verpacken und auch so, dass es später vorm Mikro keine Versprecher passieren. Letzteres gelang nicht so ganz – hier und da verhaspelten sich die Kleinen. Klar: sie waren ganz schön nervös. Aber ein Beinbruch war das nicht, das passiere auf Profis, wie das Radio-Team den Kindern sagte. Und selbst Astronauten dürften vorm Raketenstart ganz schön Bammel haben. . .

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