Gorillas zuliebe Handys sammeln

Von: mabie
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Lobenswerte Aktion: Schüler und Lehrer des Carolus-Magnus-Gymnasiums (CMG) in Übach-Palenberg sammeln zugunsten der Lebensräume von Gorillas in enger Zusammenarbeit mit dem „GaiaZoo“ in Kerkrade nicht mehr benötigte Mobiltelefone. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg/Kerkrade. Was will ein Affe mit einem Handy? Und warum hängen die Plakate überall in der Schule? Fragen, die sich die Schüler des Carolus-Magnus-Gymnasiums (CMG) schon länger stellten und auf die sie nun endlich eine Antwort bekamen.

„In allen Handys ist Coltan, ein seltenes Metall, das man hauptsächlich im Lebensraum von Gorillas findet“, klärt Markus Köhler auf, der als Lehrer auch für das Umweltparlament der Klassen fünf bis sieben zuständig ist. „Um das Metall zu gewinnen, wird der Lebensraum der Gorillas zerstört“, ergänzt sein Kollege Holger Heß.

Um nun durch das Recycling dieser seltenen und wertvollen Rohstoffe, ohne die ein Mobiltelefon nicht funktionieren würde, zu fördern, ruft das CMG in enger Zusammenarbeit mit dem „GaiaZoo“ im niederländischen Kerkrade dazu auf, alte Handys zu sammeln. Dank des Engagements von Annika Einerhand, Umweltpräsidentin aus der 5b des CMG, wurde der Kontakt zum Zoo in den nahen Niederlanden hergestellt.

„Durchsucht einfach alle Schubladen, fragt bei Freunden, Nachbarn und Bekannten nach alten Handys und sammelt sie“, sagte Hanneke de Boer vom „GaiaZoo“ bei der Vorstellung des Projektes im CMG. Durchschnittlich 1,6 alte Mobiltelefone gebe es pro Haushalt, ergänzte ihre Kollegin Michelle Hollands. „Die Mülltonne ist auf jeden Fall der falsche Ort für ein Handy“, war sie sich sicher. Daher stellt der „GaiaZoo“ nun Sammelbehälter in der gesamten Schule auf und bittet die Schüler, dort alte Handys, möglichst mit Akkus, aber nicht unbedingt mit Ladegeräten, zu sammeln.

Denn es gibt zwei Möglichkeiten, wie alte Handys bei dieser Aktion weiterhelfen können. Zum einen, so Hanneke de Boer weiter, würde pro gesammeltem Gerät ein Betrag von zwei bis drei Euro für die Gorilla-Hilfe des Zoos gespendet. „5000 Euro kommen so pro Jahr zusammen“, sagt sie. Zum andern könnten die meist durchaus funktionsfähigen, aber für den Gebrauch vielleicht veraltet erscheinenden Telefone aber auch in Regionen, in denen nur Mobiltelefonie möglich ist und keine neuen Endgeräte gebraucht würden, kostenlos an die Menschen verteilt werden. „Die Geräte werden dann aufgearbeitet, wenn nötig, auch repariert, und dann weitergegeben“, ergänzt Holger Heß.

Die Schüler waren sich einig, so viele Geräte wie möglich zu sammeln und dann vor Ort dem GaiaZoo nach dem Ende der Sammelaktion zu den Herbstferien zu übergeben. Uneins waren sich hingegen nur Markus Köhler und Holger Heß über die Zahl der zu sammelnden Handys. Während Köhler als Ziel vorsichtige 500 Stück ausgab, wollte Holger Heß, dass zumindest jeder der aktuell 754 Schüler am CMG ein altes Mobile zur Sammelstelle bringt.

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