Gekrönte Häupter im „Dschungel-Camp”

Von: ehg
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Empfang der Närrischen Tollitäten aus Bardenberg, Würselen und Broichweiden durch Bürgermeister Arno Nelles (r.). Foto: W. Sevenich

Würselen. Hochherrschaftlichen karnevalistischen Besuch hatte Bürgermeister Arno Nelles. Ihn empfing er nicht im Rathaus am Morlaixplatz, wo erste Maßnahmen gegen den Ansturm der Jecken am Fettdonnerstag getroffen werden. Auch nicht - wie bisher - in der Aula an der Realschule.

Vielmehr waren die drei Herrscherpaare mit stattlichem Anhang aus den düvelstädtischen Vereinen seiner Einladung ins Noch-„Dschungelcamp” an der Klosterstraße (Aula des Gymnasiums) gefolgt.

Aha: Die Verwaltung hat eine Kreativabteilung!

Da die „Rahmenbedingungen” stimmten, brauchte der Gastgeber kein Machtwort - wie im Vorjahr - sprechen, was Getränkepreise und Rauchverbot betraf. Locker vom Hocker führte der städtische Presse-Attaché Bernd Schaffrath durch die Party. Aber nicht ohne eine Schlagzeile zu produzieren. Bot er doch als Pendant zum Zeltdach auf der Burg ein in der Kreativabteilung der Verwaltung entwickeltes farbenfrohes Kopfschirmchen an. Nur zum Scherz, wie sich versteht! Ansonsten waltete er souverän seines Amtes.

Allen voran begrüßte Schaffrath im Namen des Gastgebers - wie im Vorjahr - leider nur drei gekrönte Häupter. Während 2010 das „Dörflein” ohne Narrenherrscher auskommen musste, war in dieser Session im Doppelort bei den „Klöös” kein Prinz „gebacken” worden. Doch waren auch sie mit ihrem Präsidenten Hans Maaßen an der Spitze frohen Mutes mit von der Partie.

Unter das närrische Fußvolk hatte sich auch politische und karnevalistische Prominenz, kostümiert und in Zivil, gemischt, allen voran die fesche Lola Eva-Maria Voigt-Küppers, ihres Zeichens Landtagsabgeordnete.

Illustre Gästeschar

Den Verband der Karnevalsvereine Aachener Grenzland repräsentierten Präsident Reiner Spiertz und Archivar Bernd Simons, aber auch so „nebenbei” noch „Vize” Hans-Josef Bülles, der zur Abwechslung mal in See stach, und Beiratsmitglied Karl-Heinz Crumbach, der noch in anderer Mission unterwegs war. Auch das „Trifolium” des Komitees Würselener Karnevals, Ehrenpräsident Hubert Pütz sowie die Ehrenmitglieder Theo Kogel und Hans Schümmer, durfte nicht fehlen. Aus der zweiten Reihe grüßte Werner Birmanns, der 1. Beigeordnete der Stadt und Ex-Präsident im grünen Rock des Ausschusses Bardenberger Karneval. In Zivil mit weißem Oberhemd und farbiger Krawatte bekundete wieder einmal mehr Pfarrer Karl-Josef Pütz seine Affinität zum Karneval.

Schön in Schwung kommen

Da keine „Gleitzeit” herrschte, fiel der Startschuss zum karnevalistischen Gipfeltreffen pünktlich. Unter den Klängen des Bundestambourkorps „Alte Kameraden” hielt der Gastgeber im blau-weiß gestreiften Ringelhemd mit schwarzer Schirmmütze schräg auf dem Kopf (im Stile des unvergessenen Hans Albers) mit seinen Gästen Einzug in den Narrenpalast. Fürwahr: Das Schönste, was die Düvelstadt in diesem Jahr zu bieten hat, bevölkerte die Bühne.

Damit das bunte karnevalistische Treiben in Schwung kommen konnte, verzichtete der Bürgermeister auf eine „Persönlichkeitsshow”. Er brachte nicht nur ein dreifaches Alaaf auf den düvelstädtischen Karneval aus, sondern rief nach Erkelenzer Manier „Maak Mött” aus. Der herzlichen Bitte mitzumachen, kamen die Närrinnen und Narren im Saal bereitwillig nach. Den Tollitäten der Düvelstadt hängte er den städtischen Orden um, die sich im Laufe des Empfanges auch gegenseitig „dekorierten”. Bei den Tänzerinnen bedankte sich Nelles mit dem obligatorischen Clownchen und mit einem - wie es sich im Karneval geziemt - dreifachen Bützchen. Mit ihrer Barby-Show bereiteten die „Sunbeams” der 1. Bardenberger Prinzengarde und mit „Sweet Caroline” das Tanzpaar der Prinzengarde des 1. Würselener Karnevalsvereins, Manuela Karl und Jeffrey Agazdi, den Boden für das närrische Spektakel, das nach dem Prozedere vergangener Jahre flott ablief.

Als erstes Herrscherpaar machten Prinz Ralf I. (Woll) und Prinzessin Tatjana (Birmanns) unter dem neuen ABK-Präsidenten Hartmut Schmitz in Begleitung von schwarz-gelb uniformierten Gardisten seine Aufwartung.

Viele dienstbare Geister

Stürme der Begeisterung schlugen ihm wie auch den beiden anderen Paaren entgegen. Dafür bedankte es sich durch Mariechen Lisa (Hanf), das wie ein Wirbelwind über die Bühne fegte. Nach dem „Baadeberger Buhei” meldete sich der Weidener Karneval augenfällig zu Wort. Prinz Uwe II. und Birgit I. (Strüwer) präsentierten sich mit ihrem Westernhofstaat. Für alle im Saal, die ihn zum ersten Mal erlebten, ein Augenschmaus. Die KG „Burggrafen”, die Heimatgesellschaft des Stadtprinzen, schickte ihre Jugendmarie Isabella (Dederichs) ins Rennen, bevor die in die Jahre gekommene Exprinzen-Boygroup auf die Stimmungstube drückte. Der rote Teppich war ausgerollt für Seine Tollität Karl Erich I. und Ihre Lieblichkeit Beate I. (Crumbach), im Gefolge das Komitee Würselener Karneval und die 60-jährige WKV-Prinzengarde. Singen, tanzen und lachen waren an der Tagesordnung. Einen „drauf” setzte noch das Männerballett „Black & Beauty” aus dem „Dörflein”.

Als dienstbare Geister stand der harte Rathaus-Kern mit Unterstützung durch die Azubis in den Startlöchern. Auch bei ihm bedankte sich der Bürgermeister für seinen Einsatz herzlich.
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