Alsdorf - Gefährliche Kreuzung soll entschärft werden

Gefährliche Kreuzung soll entschärft werden

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
Brennpunkt Kreuzung Kurt-Kobli
Brennpunkt Kreuzung Kurt-Koblitz-Ring/Luisenstraße in Alsdorf: Der Landesbetrieb Straßen.NRW will dort die Verkehrsführung nach Vorstellungen des Ingenieurbüros Schmelzer sicherer gestalten. Foto: Stüber

Alsdorf. Dass die Kreuzung von Kurt-Koblitz-Ring (B 57) und Luisenstraße (B 221/L 47) ein Unfallschwerpunkt ist, wird keiner bezweifeln. Immer wieder kracht es beim Linksabbiegen - und rechts abbiegende Fahrer geraten mit querenden Fußgängern und Radfahrern aneinander. Im vergangenen Jahr starb dabei ein Radler auf tragische Weise.

Abhilfe ist in Sicht. Das Eschweiler Ingenieurbüro Schmelzer, das vom Landesbetrieb Straßen.NRW mit der Erarbeitung eines Lösungskonzepts beauftragt ist, legte im Stadtentwicklungsausschuss seine Vorstellungen dar, die im wesentlichen auf der Studie sprich Diplomarbeit eines mittlerweile Festangestellten der Fachfirma beruhen, aber weiterentwickelt wurden.

Laut Ingenieur Heiko Schmelzer passieren werktags im Schnitt rund 20.400 Fahrzeuge auf der B 57 die Kreuzung, die westlich gelegene B 221 rund 18.000, die östlich anschließende L 47 über 20.000 Autos. Laut Landesbetrieb Straßen.NRW werden es im Jahre 2025 etwa 22.000, 19.100 bzw. 22.000 Fahrzeuge sein. So sollen die nun anstehenden Maßnahmen nicht nur der Sicherheit dienen, sondern auch dem besseren Verkehrsfluss, um möglichst Staus zu verhindern, sagte Schmelzer.

Die beabsichtigten Korrekturen: Die Ampelanlage soll von zwei auf vier Phasen umgestellt werden. Auf diese Weise erhielten die Fahrzeuge auf jeder Achse (Nord-Süd und West-Ost), die Linksabbieger sowie die Fußgänger/Radfahrer laut Planer eigene konfliktfreie Ampelphasen. Dies funktioniere aber nur, wenn zusätzliche Rechtsabbiegerspuren angelegt werden. Platz sei hierfür vorhanden, auch wenn dafür eine Bushaltestelle verschoben und Grün weichen muss.

Die Frage des Ausschussvorsitzenden Gustl Rinkens (SPD), ob denn beim Landesbetrieb für diese Maßnahme bereit liege, vermochte Ingenieur Schmelzer nicht zu beantworten. Derzeit gehe es nur um die Darlegung, auf welchen Vorüberlegungen die sich nun anschließende Detailplanung beruhe. Der Bau eines Kreisverkehrs entfalle als Alternative, da hierfür schlicht der Platz fehle, hieß es seitens des Fachbüros.

Keine Mehrheit fand der Antrag des Grünen Hartmut Malecha, den Landesbetrieb zu bitten, nach Vorbild der Entschärfung des Knotenpunktes von K 30 (Willy-Brandt-Ring) und Hauptstraße (B 264) am nördlichen Rand des Gewerbegebietes Aachener Kreuz in Würselen eine Unterführung nebst Rampen in Erwägung zu ziehen. Dies wurde vom Ausschuss verworfen, weil eine grundsätzliche Neuplanung und die damit deutlich höheren Kosten eine Entschärfung der Kreuzung von B 57 und L 47/B 221 in Alsdorf in weite Ferne rücken würde, lautete die Befürchtung.

„Als Sorgenkind” dem Landesbetrieb bekannt

Die tatsächliche Entschärfung des Unfallschwerpunktes wird wohl noch eine Weile auf sich warten lassen, die Nachfrage unserer Zeitung ergab.

„Die Finanzierung ist noch nicht eingestellt”, sagt Gisela Braunleder, zuständige Planerin bei der Außenstelle Aachen der Regionalniederlassung Ville-Eifel des Landesbetriebs Straßenbau NRW.

Frühestens in 2012 könne der Bau beginnen. Braunleder: „Diese Alsdorfer Kreuzung ist uns zwar als Sorgenkind bekannt, aber es handelt sich um eine kleinere Maßnahme, für die noch kein Bauentwurf aufgestellt ist.”

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