Furioser Auftritt des Orchesters „Da Capo” auf Burg Rode

Von: Christoph Hahn
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Stimmstark: Die Auftritte von Sopranistin Carla Maffioletti waren Höhepunkte des Konzertes. Foto: Hahn

Herzogenrath. Konzerte am Nachmittag auf Burg Rode sind immer eine erfreuliche Sache. Ganz besonders erfreulich sind sie dann, wenn sich das Salonorchester Da Capo um den Pianisten Constant Notten und den Geiger Ernest Frissen ankündigt.

So verfehlte auch dieses Mal die Ankündigung ihre Wirkung nicht. Ehrensache, dass die aus den angrenzenden Niederlanden stammenden Künstler das Ihre taten, um die hoch gespannten Erwartungen ihrer vielen Zuhörer nicht zu enttäuschen. Notten, der von seinem Instrument aus mit Charme und Witz für feine humoristische Akzente sorgte, und seinen Mitstreitern bereitete der Auftritt hoch über den Dächern der Rode-Stadt merklich Vergnügen. Eingebettet in die gut gelaunten Moderationen von Primgeiger Frissen, entfalteten die Gäste ein bunt zusammengestelltes Panorama von Melodien, zu denen neben Elementen aus der Konzertsaal-Klassik wie etwa dem Ungarischen Tanz Nummer 6 von Brahms auch ausgesprochene Salonstücke wie etwa Tosellis Serenade gehörten.

Da fehlte kaum ein musikalischer Akzent, weder die Orientalismen von Fritz Kreislers „Wiener Marsch” noch die duftige Romantik, die jeder Akkord des musikalischen „Liebesgrußes” von Edward Elgar auf die Burg brachte. Dabei spielten die Mitglieder des Orchesters nie bloß routiniert auf, sondern gaben ihrem Ehrgeiz Raum, was Constant Notten im Duett mit Cellist Alex Geller mit Enrique Granados „Intermezzo” eindrucksvoll bewies.

Unbestrittener Star des Nachmittags war jedoch die Sopranistin Carla Maffioletti. So wie die Sängerin brasilianisch-italienischer Abstammung von ihrer körperlichen Erscheinung her klein und zierlich wirkt, so sehr vermag sie doch mit dem Glanz ihrer Stimme jeden Raum zur Gänze zu füllen - das hohe C eingeschlossen. Auch durch ihr komödiantisches Talent punktete sie. Ihr Auftritt als mechanische Puppe Olympia mit der Arie „Les oiseaux dans la charmille” aus Jacques Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen” dokumentierte ihre Virtuosität und Sicherheit im Umgang mit sowohl der sängerischen als auch der schauspielerischen Seite ihrer Rolle einmal mehr. Warum La Maffioletti auf der Burg so beliebt ist: Das kann nach diesem Bravourstück eigentlich kaum jemand noch wundern.
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