Herzogenrath - Funkamateure ziehen Bilanz: Keinerlei Langeweile auf kurzen Wellen

Funkamateure ziehen Bilanz: Keinerlei Langeweile auf kurzen Wellen

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Eine runde Sache: Der bisherige Vorsitzende Harald Metzen (DL1KMH, l.) und die neue Vorsitzende Stefanie Heidenreich (DJ2YL, Mitte) gratulieren Hans Dieter Fischer (DL8PM, r.) zum 50-Jährigen.

Herzogenrath. Die Funkamateure des Ortsverbands Herzogenrath des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) wurden „zünftig“ auf der Mitgliederversammlung begrüßt. Ein kurzes Da-Da-Di-Da ließ der Vorsitzende Harald Metzen (DL1KMH) ertönen. So hat sich zumindest Dieter Hallervorden in seinem bekannten Sketch ein Funkertreffen vorgestellt.

Dass dies nichts mit der Realität zu tun hat, liegt nicht allein daran, dass neben Morsen und Sprechfunk zunehmend digitale Betriebsarten an Bedeutung gewinnen. „Durch die Kopplung des Funkgeräts mit einem Computer lässt sich bereits mit wenig Leistung weltumspannende Kommunikation betreiben“, weiß Funkamateur Rüdiger Vermöhlen (DM3RV) zu berichten.

Auf viel „Leistung“ jedoch konnten die Funkamateure für das vergangene Jahr zurückblicken. So wurde die „Schallmauer“ von 30 Mitgliedern durchbrochen, aktuell sind 31 Funkbegeisterte im Ortsverband organisiert. Hier macht sich vor allem das Schulungsangebot der Herzogenrather bemerkbar, durch das Interessierte gleich welchen Alters und Berufs an dieses faszinierende Hobby herangeführt werden. Im abgelaufenen Jahr bestanden gleich vier Funkamateure die Prüfung bei der Bundesnetzagentur in Köln für die begehrte A-Lizenz, auf die sie sich ein halbes Jahr lang in einer wöchentlich stattfindenden Schulung vorbereitet hatten. Und die nächsten Probanden stehen schon bereit: Mitte März werden weitere vier Funkfreunde ihre Prüfung für die Einsteigerklasse E ablegen. Wenn man sich die Resultate im Ortsverband der letzten Jahre anschaut, ist der Erfolg sicher.

Frau übers Hobby kennengelernt

Viel davon zu berichten weiß auch Hans Dieter Fischer (DL8PM). Er trat im Januar 1963 dem Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) bei und blieb ihm bis heute treu. So galt es, 50-jähriges Jubiläum zu feiern. Hans Fischer gehört zu den aktivsten Funkamateuren im Herzogenrather Ortsverband.

Recht früh und intensiv hat er sich mit Packet Radio und dem Computereinsatz beim Amateurfunk befasst, wobei er stets ein ausgezeichneter CWist (Funker) geblieben ist. Er betreibt unter anderem die Experimentalfunkstelle DI2PM auf dem 4m-Band (70MHz), eine sehr seltene Station mit besonderem Rufzeichen, mit der er wertvolle Erfahrungen auf dem 4m-Band für die Amateurfunkgemeinde sammelt. Dass Hans Fischer über den Amateurfunk seine Frau kennengelernt hat, verwundert da schon nicht mehr: Amateurfunk verbindet.

Nach zwei Jahren standen im Ortsverband turnusmäßig Neuwahlen des Vorstands an. Da Harald Metzen erklärt hatte, nach acht Jahren den Vorsitz abgeben zu wollen, um sich verstärkt der Ausbildung im Verein widmen zu können, wurde als neue Vorsitzende Stefanie Heidenreich (DJ2YL) gewählt, die schon bei einer Reihe von Amateurfunk-Wettbewerben für die Herzogenrather erfolgreich sein konnte.

Wie man sieht, Amateurfunk ist alles andere als eine reine Männerdomäne. Als Stellvertreter wurde Jürgen Herbord (DL3JH) bestätigt, Kassierer wurde erneut Christian Rüland (DJ8AX).

Auch für das laufende Jahr ist der Terminkalender wieder vollgepackt. So geht es am ersten Maiwochenende traditionell „auf’s freie Feld“ hinter die Berensberger Kirche. Hier bauen die Funkamateure ihre Sender und Antennen auf, um grenzüberschreitend am VHF/UHF-Contest (Wettbewerb) des DARC teilzunehmen. Die exponierte Lage bietet hier die Möglichkeit, auch größere Installationen auszuprobieren, für die sonst der Platz im heimischen Garten nicht reicht. Funkbegeisterte haben die Chance, hier hautnah ins Hobby hineinzuschnuppern und mit dem Ausbildungsrufzeichen vielleicht schon ein eigenes QSO (Funkgespräch) zu führen.

Der Ortsverband lädt alle Interessenten dazu ganz herzlich ein.

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