Alsdorf - Für faire Löhne, gute Arbeit und soziale Sicherheit

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Für faire Löhne, gute Arbeit und soziale Sicherheit

Von: Philipp Baumanns
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Gut gefüllter Denkmalplatz: Nach den Festreden zum 1. Mai waren die Besucher zum gemütlichen Beisammensein eingeladen. Foto: Philipp Baumanns

Alsdorf. Lobende Worte von Festredner Manfred Maresch: „Das Engagement der Gewerkschaften und der vielen Arbeitnehmer in unserem Land hat sich ausgezahlt: Deutschland hat die Talsohle der Krise durchschritten und befindet sich nun wieder auf dem Weg nach oben!”

Der stellvertretende Bezirksleiter der IG BCE (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) Alsdorf stimmte Gewerkschaftsmitglieder und Besucher auf den Kampf für „Faire Löhne, gute Arbeit und soziale Sicherheit” ein.

Zu der Kundgebung unter dem Maimotto: „Das ist das Mindeste!” hatte das Regionalforum Alsdorf-Baesweiler-Herzogenrath der IG BCE auf den neugestalteten Alsdorfer Denkmalplatz geladen. Viele Interessierte hatten sich versammelt, um dem Redner zuzuhören.

Vor allem in Richtung Politik und Wirtschaft teilte er mächtig aus: „Die selbsternannten Eliten haben nichts gelernt. Sie sind erfahrungs- und beratungsresistent. Es wird so wie vorher weiter gemacht. Schuld sind politische Entscheidungen, vor allem der Ausbau des Niedriglohnsektors. Wir werden weder Lohndumping noch den Raubbau an Arbeitsplätzen hinnehmen.”

„Sklaverei des Kapitalismus”

Die Gewerkschaftsforderung: Ein flächendeckender Mindestlohn von 8,50 Euro/Stunde, denn „jeder Arbeitnehmer, muss vom Lohn seine Familie ernähren können!”

Maresch ging auch auf Leiharbeit und ihre Bedeutung ein. „Sie ist die Sklaverei des modernen Kapitalismus. In der Krise sind die Arbeitgeber erst auf den Geschmack gekommen. Aber entgegen aller Behauptungen führt Leiharbeit nicht in feste Arbeitsverhältnisse. Solche Hoffnungen werden schlichtweg nicht erfüllt.” Leiharbeit müsse wieder für das eingesetzt werden, wofür sie gedacht ist: „Um Spitzenzeiten abzudecken.”

Ausbildungsauftrag erfüllen

Die Verantwortung für Fachkräftemangel und der damit verbundenen Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland sei ebenfalls bei Wirtschaft und Arbeitgebern zu suchen: „Das Problem ist doch hausgemacht. Trotz des Aufschwungs wurden keine ausreichenden, neuen Ausbildungsplätze geschaffen. Die Wirtschaft muss sich endlich zu ihrem Ausbildungsauftrag bekennen. Erst dann sind wir bereit, über die Anwerbung ausländischer Fachkräfte zu sprechen.”

Mit einem kurzen Statement zur Energiepolitik schloss Maresch seine Festrede ab: „Die Atomenergie als Brücke ist im Zeitalter der regenerativer Energien nicht mehr tragbar, dass hat das Unglück in Japan gezeigt.” Doch sieht er eine Alternative: „Die Nutzung von unsere Stein- und Braunkohle darf nicht weiter verteufelt werden. Vielmehr müssen neue Forschungen zur Reduktion von Kohlendioxid angestrebt werden.”

Zusätzlich zu den offiziellen Beiträgen auf der Bühne, hatten die Verantwortlichen ein zum herrlichen Sommerwetter passendes Rahmenprogramm geschaffen. Es gab Kaffee, Kuchen und eine große Auswahl an Leckereien vom Grill. Zusätzlich lockten die türkischen Kollegen mit Spezialitäten aus Ihrer Heimat.

Für die musikalische Unterhaltung und beste Stimmung sorgte das RWE-Power-Bergmannsorchester mit fetziger Musik und bekannten Ohrwürmern. Neben einem Medley aus Stücken der amerikanischen Band „Earth, Wind and Fire” gaben sie auch traditionelle Bergmannslieder wie „Glück auf, der Steiger kommt” zum Besten.
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