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Frischzellenkur in Setterich-Nord findet großen Anklang

Von: Stefan Klassen
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Konzepte, die Anklang finden: Im 2012 angelegten „Quartiersgarten“ an der Erbdrostenallee in Setterich wird deutlich, wie gut die Wohnumfeldverbesserung von den Bürgern in der Sozialen Stadt angenommen wird. Foto: Stefan Klassen

Baesweiler. „Es ist wunderbar, was derzeit hier geschieht!“ Elfriede Mutterlose, Anwohnerin der Emil-Mayrisch-Straße, findet mehr und mehr Gefallen an den Veränderungen im Projektgebiet der Sozialen Stadt Setterich, die immer sicht- und spürbarer werden. Ja, die nagelneue Begegnungsstätte Haus Setterich hat sie schon kennengelernt.

„Und beim großen Stadtteilfest im vergangenen Jahr war ich natürlich auch.“ Und es wird sich noch mehr tun in der ehemaligen Bergbausiedlung: In wenigen Wochen beginnen an vielen Stellen Bauarbeiten zur Wohnumfeldverbesserung in Setterich-Nord – erneut kräftig gefördert durch das Sozial- und Städtebauprogramm Soziale Stadt.

Fortwährende Meldungen aus Berlin, dass der Bund die Gelder für das Programm Soziale Stadt zurückfährt, behagen Peter Strauch, Erster und Technischer Beigeordneter der Stadt Baesweiler, nicht. Aber sie machen ihn auch nicht nervös: „Bis Ende 2014 hat unser Projekt ein Gesamtvolumen über fünf Jahre von zehn Millionen Euro. Die Zusage für die Förderung neuer Maßnahmen, die jedes Jahr beantragt werden müssen, liegt vor.“ Die „neuen Maßnahmen“ sollen in Setterich-Nord, wo ein Großteil der Immobilien Vivawest gehört, für bessere Wohn- und Aufenthaltsqualität sorgen.

Neue Bänke und Pflanzen

So wie am 2012 neu geschaffenen „Quartiersgarten“ an der Erbdrostenallee, einer Spiel- und Aufenthaltsfläche, wo sich nun auch Benedikt Freialdenhoven, 13, wohlfühlt. Er trifft sich hier öfters mit Freunden. „Früher war es hier sehr hässlich, nun ist es viel besser“, sagte er. Damit es weiter aufwärts geht im sozial wie städtebaulich förderungsbedürftigen Projektgebiet, wird ab Sommer, wie Peter Strauch schätzt, etwa die noch verbliebene Grünfläche an der Erbdrostenallee ab der Böcklerstraße mit Neuanpflanzungen, Aufpflasterungen und Sitzgelegenheiten aufgewertet.

Auch auf dem gepflasterten Platz an der evangelischen Kirche soll sich einiges tun. Dort sind die Fugen herausgebrochen, Moos überwuchert den im Sommer wegen der dichten und zugleich kranken Kirschbäume den Bereich mit seinen maroden Sitzbänken. Dort werden neue Bänke aufgebaut und neue Bäume gepflanzt, der Platz insgesamt etwas freigeschnitten und offener gestaltet. Auf dem Areal daneben, zur Barbara Straße hin, das derzeit noch Wiese und Wildwuchs Raum bietet, wird „ein Fußballplatz für kleine Kinder sowie ein Streetballplatz“ angelegt, sagt Strauch. Zuvor müssen die Arbeiter dafür noch einiges an Grün herausschneiden. Denn schließlich sollen auch die neuen Bänke, die für einen gesteigerten Wohlfühlfaktor sorgen sollen, Platz finden. Für all diese Baumaßnahmen bekommt die Stadt Baesweiler aus dem Soziale-Stadt-Topf einen Zuschuss von 60 Prozent.

Fußballfeld und Streetballplatz

„Gut angelegtes Geld“, meint Berkan Aydin, der gleich gegenüber in der Emil-Mayrisch-Straße wohnt. Besonders für seine Kinder sei dies prima. „Was hier im Wohngebiet passiert, ist alles sehr positiv“, lobt er.

Mit Blick auf die Pläne der Stadt Baesweiler, deren politische Vertreter die Wohnumfeldverbesserung in Setterich vorbehaltlos unterstützen, kommt auch wenige Meter weiter bei den Jugendlichen im Malteser Jugendtreff an der Wolfsgasse Freude auf. Denn: Ebenfalls mit Mitteln aus dem Projekt Soziale Stadt wird auf der Skateranlage ein so genannter Pool installiert. Darüber hinaus bekommt die Anlage – auch durch Eigenleistung der Jugendlichen – eine weitere „Quarterpipe“. „Wenn wir hier fahren, dann packen wir natürlich auch mit an“, sagt Pascal Löhning, der auf der Skateranlage mit Bike und Kumpels unterwegs ist. „Ehrensache.“ Zudem dürfen sich die Jugendlichen über weitere Verbesserungen rund um „ihren“ Jugendtreff freuen: Noch in diesem Jahr soll am Rande der Skateranlage ein Erdwall aufgeschüttet werden, der zugleich als Zuschauertribüne und Lärmschutzwall dient. Und der Bolzplatz auf der anderen Seite des Jugendtreffs, der auch schon bessere Zeiten gesehen hat, wird als Teil der Sozialen Stadt zwecks besserer soziale Kontrolle von überbordendem Grün befreit und insgesamt wieder in einen attraktiven Zustand versetzt.

Dass mit diesen Projekten die Wohnumfeldverbesserung der Sozialen Stadt Setterich nicht abgeschlossen ist – sofern die Zuschüsse weiter fließen –, betont Erster Beigeordneter Peter Strauch. Pläne für weitere punktuelle Maßnahmen, erarbeitet durch ein Fachbüro sowie Experten der Stadtverwaltung, liegen bereits in der Schublade.

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