Würselen - Friedhofsgebühren steigen moderat

Friedhofsgebühren steigen moderat

Von: ehg
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Würselen. Die Friedhofsgebühren steigen im nächsten Jahr moderat. Liegt ihre Erhöhung doch im Durchschnitt bei drei Prozent, abgesehen von wenigen „Ausreißern“, wie SPD-Sprecher Frank Zimmer es formulierte.

Dass sie sich in absoluten Zahlen gar nicht so dramatisch darstellten wie in Prozenten, darauf verwies KDW-Betriebsleiter Franz-Josef Mahr. Für die detaillierte Bedarfskalkulation ernteten er und sein Stellvertreter Arndt Stolten im Ausschuss für Technik, Gebäude und Flächenmanagement Lob von allen Fraktionen. Ein einstimmiger Beschluss war an der Tagesordnung.

Mahr: „Neben der allgemeinen Kostenentwicklung im Bereich Bestattungswesen machten besonders das geänderte Bestattungsverhalten und die neuen Bestattungsarten eine Neukalkulation erforderlich.“ Wie sich die Veränderungen in Zahlen aus 2012 darstellten, beleuchtete CDU-Sprecher Joseph Bongard. 473 Bestattungen wurden vorgenommen, eine Steigerung von 7,45 Prozent gegenüber 2011. Der in den Vorjahren zu beobachtende Trend zur Bestattungsart „Reihengräber in Rasenflächen“ (131) und „Urnenreihengräber in Rasenflächen“ (111) setzte sich fort und belief sich insgesamt auf 48,1 Prozent.

Mehr Urnen als Särge

In diesen Zahlen erfasst sind die neuen Bestattungsarten „Baumgräber“ (33) und „Stelen in Rasenflächen“ (14), die seit dem 1. August zur Verfügung stehen. 46 Verstorbene wurden anonym beigesetzt. Dabei handelte es sich fast ausschließlich um so genannte „Sozialbestattungen“. Nach Bongards Darstellung lagen im Jahr 2012 die Sargbestattungen bei 46,76 Prozent, die Urnenbestattungen bei 53,24 Prozent. Letztere nehmen seit mehreren Jahren zu. Die in Nachbarkommunen erkennbaren rückläufigen Bestattungszahlen gebe es in Würselen nicht. Der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre liege bei 438 Bestattungen beziehungsweise Beisetzungen jährlich. Dennoch habe das Bestattungsverhalten vermehrt dazu geführt, dass der Erwerb von Wahlgrabstätten stark rückläufig sei. Die Beisetzung erfolge überwiegend in bereits vorhandenen Grabstätten. „Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, müssen die Kosten für die Verleihung von Nutzungsrechten neu gewichtet werden“, lautete Bongards Schlussfolgerung.

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