Sporter des Jahres Freisteller Sportlerwahl Sportlergala Freisteller

Friedhof als Parkanlage erhalten

Von: -ks-
Letzte Aktualisierung:
als-friedhof-bild
Die Gedenkstätte der Opfer des Grubenunglücks bleibt erhalten: Der alte Schaufenberger Friedhof soll als Grünfläche bzw. Park fortgeführt werden. Foto: Stüber

Alsdorf. Nicht nur Schiffe können außer Dienst gestellt werden, das geht auch bei Friedhöfen. Das hat der Stadtrat mit dem an der Paul-Dorn-Straße gelegenen alten Schaufenberger Friedhof bereits vor fast 46 Jahren getan. Mit Ende der Nutzungsrechte zum 31. Dezember 2009 sind die Voraussetzungen gegeben, um den alten Friedhof auch zu entwidmen.

Das heißt, der Friedhof dient nicht mehr als Ruhestätte von Toten, sondern kann anderweitig genutzt werden. Etwa als Bauland, um die leere Stadtkasse zu füllen?

Darauf zielte die SPD-Fraktion in ihrem Antrag, der jetzt vom Stadtentwicklungsausschuss behandelt wurde, in ihrer Argumentation nicht ab. Die rund 9000 Quadratmeter große Fläche soll vielmehr als Parkanlage erhalten und gepflegt werden. Laut SPD hat der Eschweiler Bergwerks Verein (EBV) für die dort befindliche Ehrenanlage bzw. die Begräbnisstätte für Opfer des großen Unglücks aus dem Jahre 1930, bei dem 271 Bergleute auf der Schachtanlage Anna II ums Leben kamen, einen Pflegeauftrag erteilt.

Bei der Weiterführung des Areals als Grünfläche müsste die Stadt „nur noch Kontrolldienste” leisten. Dies würde unter dem Posten Friedhofsverwaltung die Gebührenzahler jährlich immerhin um 8000 Euro entlasten. Keine große finanzielle Entlastung, räumte SPD-Fraktionsvorsitzender Gustl Rinkens, zugleich Ausschussvorsitzender, ein. „Aber, wie sagt man in Alsdorf und Umgebung: Wenn et nit ränt, dann drüpt et!”

Regelmäßige Pflege vereinbart

CDU-Fraktionschef Franz Brandt meldete für seine „konservative Partei” Bedenken an: „Ist eine Entwidmung unausweichlich?” Hartmut Malecha (Grüne) regte an, die Fläche weiter als Friedhof zu nutzen und dort speziell Urnenbestattungen in Stelen zu ermöglichen, wofür es einen wachsenden Bedarf gebe. Seitens der Verwaltung wurde aber nochmals das Ziel hervorgehoben, Gebührenzahler zu entlasten.

Würde die Fläche zu einer Grünfläche umgewidmet, könne der „Charakter eines Friedhofs” bewahrt werden. Ausschussvorsitzender Gustl Rinkens ergänzte den Beschlussvorschlag um die Formulierung: „Die Fläche wird künftig als Grünanlage geführt und regelmäßig gepflegt.” Das fand Zustimmung im Ausschuss für Stadtentwicklung.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert