Baesweiler - Freizeitbad: Höhere Eintrittspreise verhindern rote Zahlen nicht

Freizeitbad: Höhere Eintrittspreise verhindern rote Zahlen nicht

Von: Stefan Klassen
Letzte Aktualisierung:
schwimmpreis_bu
Zuschuss unverzichtbar: Fast 500.000 Euro fließen im Jahr ins städtische Freizeitbad. Nun steigen die Eintrittspreise. Foto: Stefan Klassen

Baesweiler. Dass es „keine Entscheidung ist, die man gerne trifft”, darin stimmte der Fachausschuss mit großer Mehrheit mit Bürgermeister Dr. Willi Linkens überein. Und dass die Entscheidung, die Eintrittspreise im Schwimmbad an der Parkstraße zu erhöhen, notwendig ist, war unstrittig.

Zudem: Alle Fraktionen gaben ein klares Bekenntnis ab, das städtische Freizeitbad den Bürgern langfristig zu erhalten.

Die Stadt Baesweiler lässt sich ihr Schwimmbad jährlich fast eine halbe Million Euro kosten. Ausgaben von mehr als 533.000 Euro stehen Einnahmen durch Eintrittsgelder von gerade einmal 52.000 Euro gegenüber.

Dass der Betrieb des im vergangenen Jahr mit Geld aus dem Konjunkturprogramm sanierten Bades immer ein Zuschussgeschäft bleiben wird, wundert angesichts dieser Bilanz nicht. Allerdings betonte Bürgermeister Linkens im zuständigen Ausschuss für Kultur, Partnerschaft, Sport und Vereinsförderung, dass sich dieses Defizit in einem überschaubaren Rahmen bewegen müsse - nicht zuletzt deshalb, weil auch der städtische Haushalt mittlerweile rote Zahlen aufweist. Die Erhöhung der Eintrittspreise bewege sich jedoch in einem angemessenen Bereich, sagte der Erste Bürger.

Das neue Preistableau soll ab dem 1. Juni gelten. Wer dann als Vollzahler mit einer Einzelkarte zwei Stunden lang ins Schwimmbad will - in den Sommerferien erhöht sich die Besuchszeit auf vier Stunden -, muss 2,70 statt 2,40 Euro auf den Tisch legen. Eine Zehnerkarte kostet künftig 19 statt 17 Euro, und der Preis einer Jahreskarte erhöht sich um 10 auf 200 Euro. Für Teilzahler gilt: Eine Einzelkarte kostet künftig 1,55 Euro (bisher 1,40 Euro), eine Zehnerkarte 9,50 Euro (8,50), eine Jahreskarte 100 Euro (95 Euro).

Seit 2006 unverändert

Darüber hinaus, so beschloss der Ausschuss, gibt es keine Änderungen im Preisgefüge. So werden schwerbehinderte Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren samt Begleitperson weiterhin freien Eintritt haben. Auch der sogenannte - in den vergangenen Jahren in der Politik vieldiskutierte - „Rutschenzuschlag” in Höhe von 50 Cent bleibt unangetastet. Josef Ziesen (Grüne) bemerkte in diesem Zusammenhang, er vermisse „klare Strukturen” in der Preisgestaltung, und versagte der Eintrittspreiserhöhung insgesamt seine Zustimmung. Es war die einzige Gegenstimme.

Bürgermeister Linkens hingegen stellte die Tarifsystematik mit dem 50-Cent-Zuschlag für die vor zwei Jahren komplett sanierte Wasserrutsche - das Geld muss zu denjenigen Zeiten bezahlt werden, wenn die Rutsche geöffnet ist - als „sachgerechtes Verfahren” heraus. Unterdessen bezeichnete CDU-Sprecher Wolfgang Scheen die Erhöhung der Eintrittspreise grundsätzlich als „moderat und angemessen”.

Kosten steifen, Tarife nicht

Schließlich seien die Kosten für den Betrieb des Bades in den vergangenen Jahren gestiegen, die Tarife seit dem 1. Januar 2006 aber nicht mehr.

Auch Alfred Mandelartz (SPD) und Hans-Dieter Reiprich (FDP) sprachen von einer vertretbaren Erhöhung. Die Eintrittspreise müssten für die Bürger weiterhin bezahlbar bleiben. Dies sei auch nach dem 1. Juni der Fall.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert