Freiwillige Feuerwehr Würselen: Übung für den Ernstfall

Von: ehg
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Teamarbeit gefordert: Bei der Übung der Löschzüge Würselen-Mitte und Broichweiden am Pfarrheim St. Sebastian legten sich die freiwilligen Helfer ins Zeug. Foto: W. Sevenich

Würselen. Vor zwei große Herausforderungen wurden die Löschzüge Mitte und Broichweiden der Freiwilligen Feuerwehr Würselen bei der ersten gemeinsamen Übung gestellt, die sie am Jugendheim St. Sebastian an der Wilhelmstraße fuhren, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.

Die erste lag bei der Anfahrt der sieben Feuerwehr- und zwei Rettungsfahrzeuge in der großen Baustelle vor dem Übungsobjekt begründet. Wesentlich schwieriger aber war die Situation, der sich die rund 30 Einsatzkräfte stellen mussten. War doch während einer Bandprobe aufgrund eines technischen Defektes ein Feuer im Gebäude ausgebrochen und der Schlagzeuger unter einem Bühnenelement eingeklemmt worden.

Ein weiteres Mitglied der Band war beim Hinauslaufen im Saal gestürzt und wurde vermisst. Am Ende fehlte auch noch die kleine Tochter der Managerin, die sich zwar nach draußen retten konnte, aber immer wieder versucht hatte ins Gebäude zurückzufinden.In Sicherheit gebracht

Als die beiden Löschzüge eintrafen, wurde Einsatzleiter Ralf Jüsgens, noch bevor er sich ein Bild von der Lage machen konnte, von der aufgeregten, nur Englisch sprechenden Managerin in Beschlag genommen. Sie musste gesondert betreut werden. Ein weiterer Störenfried war ein betrunkener Mann, der die Rettungs- und Löscharbeiten ständig durchkreuzte. Er musste schließlich von der Polizei aus dem Verkehr gezogen werden.

Zügig machten sich die Wehrleute an die Arbeit. Drei Angriffstrupps drangen zur Menschenrettung in das Gebäude vor. Dabei leisteten sie Schwerstarbeit, zudem sie einen Löschschlauch bis zum Brandort vorbringen mussten. Zwischendurch setzte ein Trupp einen Notruf ab, so dass ein Ersatztrupp zu dessen Rettung eingesetzt werden musste.

Zeitgleich war die Wasserversorgung vom Hydranten an der Wilhelmstraße aus sicher gestellt worden. Das gestürzte Bandmitglied wurde schnell gefunden und mit einer übergestülpten Fluchthaube – eine Präventivmaßnahme ob möglicher Rauchvergiftung – in Sicherheit gebracht werden. Kurze Zeit später wurde auch der Schlagzeuger gefunden.

Bei seiner Rettung musste technisches Gerät eingesetzt werden, obwohl der Saal verraucht war. Durch einen großen Lüfter konnte der Rauch „vertrieben“ werden, nachdem auch das Feuer im Inneren gelöscht war. Die Geretteten wurden von den angerückten Sanitätern des Deutschen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes „erstversorgt“.

Kommentiert wurde der Verlauf der erfolgreich absolvierten Übung von Ehrenoberbrandmeister Kurt Dobadka. Kritische Beobachter waren Stadtbrandmeister Josef Hermanns, der Leiter der Hauptwache, Hans-Wener Lehner, und der Führer der Ehrenabteilung, Ludwig Scherz, aber auch vom Kirchenvorstand St. Sebastian Hans-Peter Hess und Horst Schneiders. Nach dem Aufräumen ließen die Feuerwehrleute der gesamten Wehr den Tag beim Grillen auf der Hauptwache ausklingen. Wobei auch die Manöverkritik nicht zu kurz kam.

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