Freibad ist fürs heiße Wochenende gerüstet

Von: Markus Bienwald
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Die trügerische Ruhe vor dem Ansturm an diesem heißen Wochenende: Sascha Hartmann und seine Tochter Kayley Michelle tauchten gerne ins kühle Nass des Merksteiner Freibades ein, um sich zu erfrischen. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Noch scheint es ein wenig wie die Ruhe vor dem Sturm zu sein, die sich im Freibad von Merkstein breit macht. Um die Mittagszeit ist es hier einen Tag vor dem Pfingstwochenende bemerkenswert ruhig. Die Frühschwimmer sind längst wieder weg, nur ein paar Handtücher und Sonnenstühle füllen sich auf dem kleinen Wiesenstück nahe des Eingangs.

Während die Mitarbeiter des Kiosks und Imbisses sich eine Zigarette und einen Kaffee in der Sonne schmecken lassen, fischt das fleißige Team des Bades die letzten Blätter der vergangenen kühl-regnerischen Tage aus dem Wasser.

Genau der richtige Zeitpunkt für Sascha Hartmann, sich mit seiner Tochter Kayley Michelle und seiner Freundin Jasmin in die kühlen Fluten zu stürzen. „Bei dem schönen Wetter gibt es doch keine bessere Möglichkeit, das Papa-Wochenende zu beginnen“, sagt der 28-Jährige lachend. So kann er sich noch ein wenig erfrischen, denn später muss er zur Nachtschicht, bei der er dann sicherlich auch den ein oder anderen Gedanken an einen gelungenen Tagesbeginn „verlieren“ kann.

Nichts zu verschenken hat hingegen die Freibadsaison für Uwe Mulitze. Er ist bei der Stadtverwaltung für die Bäder zuständig und checkt morgens ganz gerne die Wetterlage. „Wir warten noch immer auf den ersten Tag mit vielen Gästen“, sagt er, wobei die Schuld daran sicher nicht an den Vorbereitungen im Bad liegt. Seit Anfang März haben die Kollegen im Bad alles auf Vordermann gebracht, alles mit Hochdruckreinigern, Besen und auch bloßen Händen für den Badbetrieb an der frischen Luft perfekt vorbereitet. Blitzblank liegt das Edelstahlbecken da, der Rasen ist gepflegt, die Wege strahlen frisch, Planschbecken und Rutsche laden ein zum Tummeln im Nass.

„Das ist gar nicht so kühl“, sagt Mulitze. Im April, da herrschten noch knappe 15 Grad Celsius im Becken, das wäre sicherlich nur etwas für die Hartgesottenen gewesen. Aber da war noch nicht geöffnet, erst am 3. Mai durften sich die Ersten in das Wasser stürzen. „Jetzt haben wir um die 22 Grad, und wenn es so bleibt, steigern wir uns sicherlich noch um ein, zwei Grad“, so Mulitze. Das liegt auch an der Technik, denn die arbeitet mit Solarenergie und heizt so das Wasser immer weiter auf, je mehr die Sonne scheint.

Und die hat sich am bevorstehenden Pfingstwochenende als Dauergast angekündigt. Manche Nachrichtenticker verkünden schon stolz das heißeste Pfingstwochenende seit Beginn der Aufzeichnungen. Sollte sich das bewahrheiten, wird Uwe Mulitze sicherlich das ein oder andere Mal richtig viel Grund zum Lächeln haben.

„Aber“, das weiß er ganz genau, „mit dem schönen Wetter ist das nun mal so: Wenn die Sonne scheint, dauert es meistens ein, zwei Tage, bis die Leute in Massen strömen.“ Und die Leute vom Freibad wissen: Samstag ist bei so einem Wetter die Hütte voll! „Bis zu 2000 Besucher sind dann keine Seltenheit“, sagt Uwe Mulitze.

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