Frauentreff „Café Mama“ wächst zu einer Großfamilie

Von: Stefan Schaum
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Gleich wird aufgetischt: Viele Tipps rund um Küche & Kochen hatte beim Projekt „Café Mama“ die Gesundheitsberaterin Heike Heinen (l.) zur Hand. Die Teilnehmerinnen Stefanie Oberle und Nina Gärtner (v.r.) setzen sie gern um. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Zu Beginn war es eine große Herausforderung. Mittlerweile ist es eine große Familie. Im Lauf eines halben Jahres ist im „Café Mama“ vieles zusammengewachsen und so manches Problem gelöst worden.

„Wir verstehen und helfen einander“, sagt Stefanie Oberle. Genau so hatte die 24-Jährige es sich gewünscht, als sie mit der Idee zum Projekt ins Haus Setterich kam.Zwei Kinder hat die junge Frau. Eines ist dreieinhalb, das zweite gut ein Jahr alt. Sie erzieht allein. Das kostet Zeit und schafft auch mal Probleme. Oft fehlt ihr schlicht und ergreifend jemand, mit dem sie reden kann.

Sich Tipps holen kann, oder welche geben. Sabrina Frings – 25 Jahre, Mutter von zwei Kindern – kennt die Situation. Die beiden haben sich in der Kita Löwenburg kennengelernt. Die liegt gleich neben dem DRK-Stadtteilbüro Setterich-Nord. Dort kam die Idee der Frauen gut an, „mal was für uns junge Mütter zu machen“.

Im vergangenen Dezember startete dort das „Café Mama“, in dem Marion Herrmann die Rolle der „Obermama“ übernahm. Die ehemalige Mitarbeiterin im Sozialpsychiatrischen Dienst der Städteregion Aachen hat die Treffen koordiniert, die zunächst einmal pro Woche, später an zwei Termin wöchentlich stattfanden.

„Das hat sich alles sehr gut entwickelt, hier sind viele Kontakte geknüpft worden.“ Untereinander natürlich, aber auch zu Behörden und Beratungsstellen, die weitere Unterstützung bieten können. Manche Ansprechpartner fanden sich vor Ort, denn im Haus Setterich ist ein großes Netzwerk aus Kooperationspartnern entstanden.

Auch Omas machen mit

Mittlerweile kommen nicht bloß elf Mütter mit ihrem Nachwuchs zu den Treffen, sondern auch drei Großmütter. Herrmann: „Das Ganze ist ein richtiges Mehrgenerationenprojekt geworden.“ Gemeinsam wird geredet, gekocht, gebastelt. Es gibt Ausflüge mit den Kindern und Inforunden. „Ich habe hier rasch Anschluss gefunden“, freut sich Jessica Wandschneider. Sie ist vor einem Jahr nach Setterich gezogen mit ihren zwei Kindern, ein drittes ist derzeit unterwegs. „Ich kannte hier wirklich niemanden.“

Und heute? Heute kann sie sagen, dass sie Freundinnen gefunden hat. „Für mich war das Projekt eine große Stütze.“ Möglich wurde das auch dank der Unterstützung des Lions-Clubs Baesweiler, der unter anderem den Einsatz der Gesundheitsberaterin Heike Heinen finanziert hatte. Gesund und preiswert kochen zu lernen – auch das war wichtig im „Café Mama“. „Das ist eine Präventionsmaßnahme, die richtig sinnvoll ist“, sagte Klaus Frenken, der im Lions-Club die „Kummerkästen“ betreut. „Hier wird mit einfachen Mitteln viel bewirkt.“

Davon konnten sich die Unterstützer beim Abschlussbuffet überzeugen, dass die Mütter vorbereitet hatten. Das „Café Mama“ soll weitergehen, im September startet es erneut. Einige Mütter von heute wollen dann gern wieder dabei sein. In Kontakt bleiben werden sie aber alle. So gehört es sich für die junge Großfamilie, die hier entstanden ist.

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