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Frauen haben auch Europa verändert

Von: Nina Krüsmann
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Ernstes Thema im Rollenspiel: Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses rückten häusliche Gewalt in den Fokus. Foto: Nina Krüsmann

Alsdorf. Die Stadtbücherei in der Alsdorfer Stadthalle war fest in Frauenhand: Anlässlich des Internationalen Frauentages hatten die Gleichstellungsstelle und das Frauenforum der Stadt Alsdorf zu einem Nachmittag eingeladen, der unter dem Motto „Frauen verändern Europa - Europa verändert Frauen” stand. Rund 70 Damen kamen der Einladung gern nach.

„Die meisten sind Stammgäste, die kommen jedes Jahr mit ihren Freundinnen oder mit Mutter beziehungsweise Tochter”, freute sich Monika Mierke, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Alsdorf. Für die Organisatorin war die 16. Auflage auch die letzte, denn Ende des Jahres wird sie ihren Vorruhestand antreten.

Eine Power-Point-Präsentation und eine Plakatausstellung erinnerten an die Themen vergangener Frauentage. „Wir waren immer nah am Alltag der Frauen dran, haben uns über Kinder, Freundschaft, den Wiedereinstieg in den Beruf oder Rückenprobleme ausgetauscht”, blickte Mierke zurück.

„Trotz knapper Mittel haben wir in den vergangenen Jahren viel erreicht. Das wollen wir heute Revue passieren lassen und feiern!” Sie selbst tat es „mit einem lachenden und einem weinenden Auge”, doch zum Abschied darf sie noch ein Jubiläum feiern: 20 Jahre alt wird die Alsdorfer Gleichstellungsstelle in diesem Jahr.

„Sie haben Spuren hinterlassen und viele Impulse gesetzt”, lobte Vize-Bürgermeister Hubert Zopp. So habe Mierke etwa den Kunsthandwerkerinnenmarkt zum Europafest und den multikulturellen Frauentreff ins Leben gerufen. „Man verändert sich mit der Zeit, man kann aber auch die Zeiten ändern”, sagte die derart Gelobte.

Daniela Bosenius präsentierte europäische Heldinnen. Verbunden mit der jüngeren Geschichte Europas sei auch der lange und oft mühevolle Weg zur Gleichstellung der Geschlechter. In einem musikalischen Reigen wurden Hildegard Knef, Jane Russel, Trude Hesterberg, Therese Giehse und Erika Mann porträtiert. „Alles Frauen, die sich den Normen ihrer Zeit widersetzt und etwas geleistet haben”, sagte Mierke.

Sketche

Mit Sketchen und Kleinkunst ging es weiter. Mit dabei war auch das Frauenhaus Alsdorf. Unter dem Titel „Durch Gewalt brechen nicht nur Spiegel sondern auch kleine und große Herzen”, machten die Mitarbeiterinnen auf das Problem der häuslichen Gewalt in Beziehungen aufmerksam. „Wir wollen mit einem kleinen Rollenspiel den Zuschauerinnen ein Stück Alltag im Frauenhaus näher bringen, um Vorurteile abzubauen”, sagte Renate Wallraff, Leiterin des Frauenhauses in Alsdorf.

„Altenheim oder Kreuzfahrtschiff?” - das wollte Franziska Dohms anschließend in ihrem amüsanten Vortrag zum Thema Frauen und Rente wissen.

Monika Mierke forderte die Frauen auf, ihre persönlichen Gedanken zum Frauentag oder ihre Wünsche, Sorgen und Probleme auf kleine Karten zu notieren. Dabei kamen die 70 bunten Luftballons zum Einsatz, die zuvor die Tische geschmückt hatten. Mit den Karten stiegen sie in den Alsdorfer Himmel empor.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es zu orientalischen Rhythmen eine Bauchtanzvorführung vom multikulturellen Frauentreff. Natürlich durften die zuschauenden Damen auch selbst aktiv werden. „Zum Weitertanzen sind alle herzlich eingeladen”, betonte Mierke. Das brauchte sie nicht zweimal zu sagen...
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