Herzogenrath - Forum zeigt Werke von Studenten der Kunstakademie Düsseldorf

Forum zeigt Werke von Studenten der Kunstakademie Düsseldorf

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
her_kunstakademie_bu
Erfrischende Sichtweisen: Studenten der Kunstakademie sorgen für Spannung im Eurodebahnhof. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Collagen von Tierbildern, Farb- und Formvarianten oder maskenartige, biologische Präparate - die Vielfalt der neuen Ausstellung im Forum für Kunst und Kultur kennt keine Grenzen. Unter dem Motto „Kein Angebot aus dem Standardsortiment” präsentieren fünf Studenten der Kunstakademie Düsseldorf im Eurode Bahnhof ihre aktuellen Arbeiten.

„Mit unserer zweiten Studentenausstellung haben wir erneut eine sehr interessante Zusammenstellung von Arbeiten die zeigen, wie junge Menschen unsere Zeit sehen und wohin vielleicht die zukünftige Entwicklung der bildenden Kunst gehen wird”, sagte Jan Weijers vom Forum für Kunst und Kultur.

„Bei der Auswahl unseres Ausstellungsprogramms sind wir stets bemüht, Künstler zu präsentieren die eine große Reputation haben. Das heißt, wir stellen eher gestandene Künstler aus”, erklärt Professor Fritz G. Rohde. Aber auch der Nachwuchs soll eine Chance haben. Eine Kooperation mit der Akademie in Maastricht war im Sommer der Auftakt. „Diese Zusammenarbeit und die mit Düsseldorfer hoffen wir fortführen zu können”, betont Rohde.

Augenmerk auf Ästhetik

Kunstexperte Dr. Dirk Tölke erklärte den interessierten Besuchern Details zu den fünf Künstlern und ihren Werken: Die aus Indien stammende Roshni Grunenberg eröffnet dem Betrachter wissenschaftlich anmutende Bildwelten. Egal, ob es sich um den Bewegungsablauf ihres „Stehaufmännchens”, Flugzeugmotoren beim Start oder eine Darstellung der Anatomie des Menschen handelt - Ästhetik ist der jungen Künstlerin wichtig. Mit der Farbigkeit der 80er Jahre spielt Max Müller. Er zeigt roboterartige Wesen in planetaren Gefilden, organische Masse und Baustrukturen in „schrägen Farben”. Der Welt der Tiere hat sich der Japaner Ko Ichjkawa verschrieben. „Ich möchte mit meinen Arbeiten erreichen, dass die Menschen wieder mehr Respekt vor den Tieren haben. Wir sind alle Lebewesen.” Mit einer Collage, menschlich anmutenden Hundeskulpturen und einem „Kreislauf der Tiere” weist er die Beziehungen zwischen den Lebewesen auf. „Daniel Sruzyna zeigt gescheiterte Kreaturen in verwesungsnahen Farben, maskenartige biologische Präparate mit Ekelaspekt sowie Virenstrukturen”, erklärte Tölke. Architekturfragmente und „inszenierte Trümmer” sind die Spezialität von Georg Treitz.

„Es sind die auf den ersten Blick unschönen und provokativen Arbeiten mit ihren rotzigen Farben, die zum Nachdenken anregen und uns faszinieren”, ergänzte Rohde.

Die Ausstellung „Kein Angebot aus dem Standardsortiment” im Eurode Bahnhof Herzogenrath ist noch bis 19. Dezember dienstags bis sonntags, 15 bis 18 Uhr, zu sehen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert