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Forum für die Palliativmedizin im Alten Rathaus

Von: jk
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Musik als Therapie: Die setzt
Musik als Therapie: Die setzt Dr. Iris Friesecke gern ein. Foto: Klieser

Würselen. Seit gut zehn Jahren gibt es den Förderverein für Palliativmedizin in der Region Aachen. Jüngst hatte er zu einer Fortbildungsveranstaltung ins Alte Rathaus eingeladen eingeladen unter dem Motto „Komplementäre und begleitende Verfahren in der palliativmedizinischen Versorgung”.

Ein Thema, das sich vor gut 100 Zuhörern viel interessanter erwies als sein sperriger Name vermuten ließ.

Die Palliativmedizin hat zum Ziel, die Lebensqualität unheilbar Kranker zu verbessern. Neben der medizinischen Schmerztherapie gewinnen alternative Heilmethoden wie Musik- oder Kunsttherapie immer mehr an Bedeutung. „Komplementär” deshalb, weil schulmedizinische Behandlungsmethoden nicht ersetzt, sondern ergänzt werden sollen.

Über die Vorzüge der Lymphdrainage berichtete bei der Veranstaltung Reinhard Weber. Die Methode helfe gegen Wassereinlagerungen und verdickte Lymphknoten und ist eine Art sanfte Massagetechnik, die ausleitend wirkt.

Eine der Referentinnen kehrte an den Ort ihrer Kindheit und Jugend zurück: Dr. Iris Friesecke ist in Würselen aufgewachsen, lebt und wirkt heute in Bützow unweit von Rostock. Sie hatte eine Klangschale dabei, deren harmonisierende Schallwellen sie den Zuhörern vorführte. Ihr Vortrag handelte unter anderem von Musik- und Kunsttherapie. Als junge Ärztin hatte Friesecke an der Uniklinik Köln ihr Interesse an der Palliativmedizin entdeckt. Nach einigen weiteren Zusatzausbildungen, unter anderem in der Psychoonkologie, stieß sie in dem kleinen Krankenhaus, in dem sie arbeitet, auf offene Ohren und konnte eine Palliativstation mit aufbauen.

Schwerpunkte sind dort unter anderem Musik- und Kunsttherapie. „Dabei wird nicht nur der Körper angesprochen, sondern auch Geist und Seele, die zusammen wirken müssen, damit der Mensch zu Wohlbefinden und Gesundheit kommt.” In der Musiktherapie, die mit den Energiemeridianen des Körpers arbeitet, gehe es um Entspannung und Schmerzlösung. „Patienten wollen wach und klar bleiben, Mit Musiktherapie brauchen sie wesentlich weniger sedierende Medikamente.”

Der Förderverein für Palliativmedizin unterstützt die Palliativversorgung von Patienten und die Begleitung ihrer Angehörigen. Weitergehenden finanziellen Bedarf gibt es in der psychosozialen Betreuung, der Entlastung von Angehörigen sowie in der Weiterbildung von Fachpersonal und Ehrenamtlichen.
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