Alsdorf - Foga: Anzeige wegen vermeintlicher Insolvenzverschleppung

Foga: Anzeige wegen vermeintlicher Insolvenzverschleppung

Von: -ks-
Letzte Aktualisierung:

Alsdorf. Unser Bericht über den Jahresabschluss 2008 der Alsdorfer Freizeitobjekte GmbH (Foga) hat eine anonyme Anzeige wegen vermeintlicher Insolvenzverschleppung nach sich gezogen.

Dies bestätigte Bürgermeister Helmut Klein auf Anfrage. Die Anzeige verwundert, hatte doch Klein in unserem Beitrag vehement dem möglichen Eindruck widersprochen, der Foga drohe Insolvenz. Und: Der Wirtschaftsprüfer hatte lediglich angemerkt, dass die Eigenkapitalquote stark gesunken sei. Damit sei zwar eine kritische Marke erreicht, indes sei die Vermögenslage der Gesellschaft noch geordnet.

Sowohl Klein als auch Kämmerer Günter Jansen hatten ausgeführt, dass es nun darum gehe, die Stadthalle für die Zukunft zu rüsten. Hierzu werde wohl der Mietvertrag umgestaltet, um die Stadthalle zu entlasten. Dies ist Thema in der Sitzung des Stadtrates sein.

Am Montag hat die Stadt Alsdorf auf unsere Anfrage über die Ermittlungen der Polizei mit einer Presseerklärung reagiert.

Die Stadt ist nicht angetan, dass „Passagen des nur Gesellschaftsorganen zugänglichen Berichtes des Wirtschaftsprüfers der Alsdorfer Freizeit Objekte GmbH zur Prüfung des Jahresabschlusses 2008 zur Untermauerung dieser Sachdarstellung herangezogen” worden seien.

Veranlasst durch diese Berichterstattung habe der Wirtschaftsprüfer der Gesellschaft gegenüber Geschäftsführung und Gesellschafter zu diesen Behauptungen und „der unsachgemäßen Verwendung seines Berichtes” Stellung genommen.

Liquidität gesichert

Der Wirtschaftsprüfer stelle darin klar, dass weder zum Zeitpunkt seiner Prüfung des Jahresabschlusses noch nach Einsichtnahme in die aktuelle Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft Anzeichen für eine Überschuldung oder eine Zahlungsunfähigkeit vorliegen, die nach der Insolvenzordnung eine Antragspflicht auslösen würden. Das Eigenkapital der Gesellschaft sei positiv und die Liquiditätslage der Gesellschaft durch entsprechende Zusagen der Stadt Alsdorf abgesichert. Diese beruhen auf Ratsbeschlüssen.

Der Hinweis auf das Ende des Jahres 2008 nahezu aufgezehrte Eigenkapital diene der Sensibilisierung auf möglicherweise drohende Gefahren für die Vermögenslage der Gesellschaft.

Diese Ende 2008 aufgetretene Situation hänge maßgeblich mit der außerplanmäßigen Entwicklung der Instandhaltungs- und Wartungskosten des Stadthallengebäudes zusammen, die vertraglich noch von der Gesellschaft zu übernehmen seien, obwohl die Halle nicht in ihrem Eigentum stehe, sondern von der Stadt nur gemietet wurde. Der Wirtschaftsprüfer empfahl, mit einer Neuregelung des Mietvertrages die Gesellschaft von Kosten zu entlasten, die dem Substanzerhalt der Halle dienen. Die Stadt habe diesen Vorschlag aufgegriffen.

Der Wirtschaftsprüfer warne laut Stadtverwaltung davor, „durch falsche Informationen an die Presse eine derartige Berichterstattung zu provozieren.” Dies berge die Gefahr, dass der Gesellschaft tatsächlich erheblicher Schaden zugefügt wird.
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