Flotte Rhythmen bei „Djembe”-Party im Carl-Alexander-Park

Von: Daniel Gerhards
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Aufgepasst und mitgemacht: Jo Koreman und seine Gruppe „Djomamosi” zeigen dem Publikum, wie man die afrikanischen Instrumente richtig bedient. Foto: Daniel Gerhards

Baesweiler. Schon von weitem hörte man die exotischen Rhythmen, die aus dem Carl-Alexander-Park herüberwehen. Auf der Bühne vor dem Bergfoyer spielt die Gruppe „Djomamosi” auf afrikanischen Trommeln. Die „Djembe-Party” ging dort zu Gunsten des Brunnen-Projekts der Stiftung „Aman-Iman” vonstatten.

Auf der Bühne gaben die Trommler um Jo Koremann, der an der Baesweiler Musikschule unterrichtet, richtig Gas. Ganz langsam und mit einer einzigen Djembe-Trommel begann das Konzert. Dann stiegen die anderen Musiker ein. Sie schlugen mit Händen auf das Fell ihrer Trommeln oder spielten mit Stöcken auf dem xylofonartigen Balafon. Sie sangen und spielten immer schneller, was einige der Zuhörer zum spontanen Mittanzen brachte. Dafür ernten die Musiker und Tänzer eine Menge Applaus.

Wer einmal sich einmal selbst auf einer Djembe versuchen wollte, hatte Gelegenheit. Rund um die Bühne gab es einige Stände mit afrikanischen Instrumenten, Kleidung und Essen. In einem Zelt waren einige Trommeln im Kreis aufgebaut. Dort gab es einen Trommel-Workshop für alle, die selber einige Rhythmen lernen mochten.

„Das ist sehr schön zum Mitmachen und Ausprobieren”, sagte Koreman. „Es ist ja relativ leicht, mit der Trommel einen einfachen Rhythmus zu spielen. Das lernt man sehr schnell.” Bis man jedoch so gut spielen kann wie die Mitglieder der Gruppe „Djomamosi” oder der Formation des Togolesen Kodjowi, die auch auf der Bühne am Carl-Alexander-Park spielten, braucht es allerdings schon eine Menge Übung.

Aufmerksam geworden

Der Erlös der „Djembe-Party” kommt der Stiftung „Aman-Iman” - zu Deutsch: „Wasser ist Leben” - zu Gute. Die Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, im Ort Inadougoum im Niger für „sauberes und sicheres Trinkwasser” zu sorgen, sagte Jo Koreman, Mitinitiator der Stiftung.

Aufmerksam auf die Wasserprobleme in dem Tuareg-Ort wurde Koreman durch den ehemaligen Bewohner des Dorfs Abakoula Argalaless, der mittlerweile in den Niederlanden lebt und arbeitet. „Mein Freund Abakoula hat mir gesagt, dass er nachts nicht schlafen könne, weil die Kinder in seinem Heimatort daran sterben, dass sie verunreinigtes Wasser trinken”, erinnerte sich Koreman.

Derzeit müssen die rund 3000 Dorfbewohner rund sechs Stunden zum nächsten Brunnen reisen oder das verunreinigte Wasser trinken, das sie in ihrem Ort finden. „Davon werden viele Menschen krank oder sterben sogar. Und wir baden hier in Europa sogar in sauberem Trinkwasser. Koreman hat schon Gespräche mit dem zuständigen Minister aus dem Niger und UN-Vertretern geführt. Eine Genehmigung für die Bohrung liegt der Stiftung vor.

Rund 400.000 Euro müsse die Stiftung, die ihren Sitz in Maastricht hat, für die Brunnenbohrung aufbringen. Rund 71.000 Euro habe sie bereits gesammelt. Auch für Gabi Grabowski, Mitorganisatorin der „Djembe-Party”, ist die Unterstützung des Brunnen-Projekts zur Herzensangelegenheit geworden. Sie hat vor einigen Jahren den Senegal bereist.

„Ich habe Land und Leute kennengelernt. Was man dort sieht, macht schon sehr demütig. Wir leben im Überfluss und dort sind die meisten Menschen den ganzen Tag damit beschäftigt, eine Mahlzeit zusammen zu bekommen”, sagt Grabowski. Daher sei es sehr wichtig, die Stiftung zu unterstützen: „Jeder Mensch sollte zumindest sauberes Wasser haben.”
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