Fleißkärtchen für das Team vom Bau

Von: Holger Bubel
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Problemfall Grundschule Barden
Problemfall Grundschule Bardenberg: Bei Ausbesserungsarbeiten wurden erhebliche Schäden an Betonstützen festgestellt. Die Sanierung kostet rund 380 000 Euro. Diese Kosten übernimmt allerdings nicht das Konjunkturprogramm. Die Stadt ist am Zug. Foto: Holger Bubel

Würselen. Nach dem Motto „Alles muss raus” wird derzeit in Würselen mächtig Gas gegeben. Gemeint sind nicht die Lager zum Sommerschlussverkauf, die für die Herbst-/Winterware geleert werden sollen. Vielmehr gilt es noch bis zum Jahresende die finanziellen Mittel aus dem Konjunkturpaket II „an die Gebäude zu bringen”.

Denn das Geld muss bis zum 31. Dezember ausgegeben sein, sonst verfällt ein sattes Sümmchen.

Schulen und Kindergärten stehen dabei ganz oben auf einer abzuarbeitenden Maßnahmenliste: „Durch die Finanzspritze zur Ankurbelung der Wirtschaft sind wir in Würselen ein gehöriges Stück weitergekommen, können den Sanierungsstau im schulischen Bereich, der ja nicht nur unserer Kommune zu schaffen macht, zu einem guten Teil abbauen”, sagt Ralf Hartmann, Teamleiter Gebäudemanagement in der Würselener Verwaltung.

Insgesamt standen der Stadt Würselen im Zeitraum von 2009 bis 2011 rund 3,72 Millionen aus dem Finanzpaket zur Verfügung. Vor, während und nach den Sommerferien fließen nochmals 1,59 Millionen Euro größtenteils in schulische Objekte, nachdem bereits in den Jahren 2009/10 zunächst 2,13 Millionen Euro in die energetische Sanierung von Würselener Schulen und Kindergärten investiert worden waren.

Täglich neue Hiobsbotschaften

Größtenteils bereits umgesetzt sind die Arbeiten an der Sebastianusgrundschule. Dort werden 784.000 Euro in die energetische Sanierung und in die Sanierung der WC-Anlagen gesteckt. Eine dort außerdem noch laufende Überarbeitung und Trockenlegung des Kellers fiel mit 11.500 Euro noch relativ günstig aus.

Energetische Sanierung steht auch an der Grundschule Bardenberg auf dem Plan. Neben dem fast fertiggestellten Schulgebäude für 1.576.000 Euro wird auch die Turnhalle für rund 300.000 Euro energetisch aufgemöbelt. Eine notwendige, nachträgliche Aktion schlägt noch zusätlich ein Loch ins Stadtsäckel. Denn: Eine weitere Maßnahme bringt unvorhergesehene Mehraufwände mit sich: „Wir sind sehr positiv in dieses Projekt gestartet. Aber heute erreichen uns fast täglich neue Hiobsbotschaften”, muss Karl Weyers, Fachbereichsleiter Tief- und Hochbau, über den Stand in Bardenberg berichten.

Eine nicht eingeplante Betonsanierung für Turnhalle und ehemaliges Lehrschwimmbecken schlägt nämlich noch einmal mit über 380.000 Euro zu Buche, Geld, das nicht dem Konjunkturpaket entnommen werden kann. „Da leistet unser Kämmerer wieder Schwerstarbeit”, loben Weyers und Hartmann den zuständigen Mann im Rathaus, Ludwig Bremen.

Ausschreibung läuft bereits

Geld in die Hand genommen wird auch für die energetische Sanierung des Kindergartens in der Dell (329.000 Euro) und für die Erweiterung der U3-Betreuungsplätze (115.500 Euro). Für den Umbau des Lehrerzimmers und des Konrektorbüros sowie die Erneuerung der Elektroanlage gibt die Stadt an der Albert-Schweitzer-Schule 18.700 beziehungsweise 82.000 Euro aus.

„Die vereinsmäßig stark frequentierte Elmar-Harren-Sporthalle Krottstraße braucht ein neues Dach. Eintretende Feuchtigkeit bereiten große Sorgen”, erklärt Ralf Hartmann. Planung und Ausschreibung hierzu laufen bereits. Geschätzt werden Kosten von 320.000 Euro.
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