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Flechtwerk und Farbklänge: Giuliana Del Zanna stellt Werke aus

Von: ehg
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Eröffnung der Ausstellung Flechtwerk & Gewebe Farbwege: Farbklänge von Giuliana Del Zanna (r.) werden gezeigt. Einführende Worte sprach Alexander Soth Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. In mit neuen, kraftvoll farbig und zerbrechlich ausgestatteten Wänden präsentierte sich der alt bekannte Saal an der Ahornstraße den Besuchern bei der ersten „Pius am Mittwoch“-Veranstaltung nach der Sommerpause.

Ausstaffiert hatte sie die heute in Berlin lebende Künstlerin mit römischen Wurzeln, Giuliana De Zanna, mit ihren in den letzten drei Jahren unter dem Thema „Flechtwerk & Gewebe, Farbwege - Farbklänge“ entstandenen Werken.

Leuchtkraft mit Leichtigkeit

Den Betrachtern stellte sie die Kunst des Webens in neuer, gewandelter Form vor. Elisabeth Fell vom „Pius am Mittwoch“-Team begrüßte die Künstlerin: „Sie fördern mit Ihren Arbeiten, Ihren kreativen Intuitionen in unserer Gemeinde eine Leuchtkraft-Leichtigkeit, geöffnet nach allen Seiten.“ Hintergründe, Verwicklungen und Entwicklungen der Werke von Giuliana Del Zanna erläuterte ihr Ehemann, der Autor Alexander Soth, bei der Vernissage. So sind die Arbeiten der Künstlerin „eingefangene Erinnerungsmomente im Augenblick ihres Auftauchens, Spuren nur“. Sie geben dem elementaren Bedürfnis der Künstlerin Raum. Wie schon in der voraus gegangenen Schaffensphase geht auch bei den neuen Arbeiten der prägende Impuls von dem Bestreben aus, „die dimensionale Begrenzung der Malerei zu überschreiten“. Dabei bewegt sie sich verstärkt ins Räumlich-Objekthafte hinein.

Das verbindende Element in ihrer immer schon seriellen Arbeitsweise ist nun das offene Flechtwerk unterschiedlicher Materialien und Farben, aus dem die Bildoberflächen gestaltet werden. „Häufig fasern die Arbeiten zu den Rändern hin aus oder wuchern über sie hinaus“, so Alexander Soth. Sie überschreiten aber nicht nur ihren vorgegebenen Rahmen zu den Seiten hin, sondern tendieren potenziell ins Unendliche. Die Geflechte brechen auch die Oberflächen selbst auf und fügen sie neu zusammen. Auf diesen so entstehenden wogenden Reliefs entfalten sich schließlich je nach Lichteinfall und Blickwinkel variierende Schattenwürfe und Farbspiele, „die den Eindruck dynamisch bewegter, dezentrierter Materie noch verstärken“.

Keine Fixpunkte

In ihrem beständigen Wogen bieten die Arbeiten von Giuliana Del Zanna dem Auge keine Fixpunkte an. Sie überlassen es vielmehr dem Betrachter, auf was er sich einlassen will, was er suchen und was er erkennen möchte.

Die Werke erzeugen beim Betrachter das spontane Verlangen, über die bloße Anschauung hinausgehen und durch den direkten physischen Kontakt hinter das Geheimnis ihrer Beschaffenheit zu gelangen. Aber sie lüften es auch in der Berührung nicht. Vielmehr regen sie zu einer stufenweisen persönlichen Annäherung und sinnlichen Auseinandersetzung an.

Die Exponate sind noch bis zum 26. Oktober zu sehen. Entweder sonntags nach dem Gottesdienst um 11.30 Uhr, oder nach vorheriger Vereinbarung mit Elisabeth Fell, Ahornstraße 7, Telefon 02405/81068.

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