Herzogenrath - „Flame For Peace“-Lauf: 3000 Kilometer weit von Sarajewo noch Aachen

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„Flame For Peace“-Lauf: 3000 Kilometer weit von Sarajewo noch Aachen

Von: mabie
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Sie helfen mit: Lauf-Organisator Heinz Jussen, Zeitzeugin Dunja Bokan-Bajiric, Manfred Borgs vom Stadtsportverband, Marika Jungblut und Lothar Bildhauer von den Naturfreunden, Dauerläufer Bruno Barth und Ludwig Bergstein vom Stadtsportverband (v.l.) unterstützen den Friedensstaffellauf . Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Er hat sicherlich im Laufe seines Läuferlebens schon einige Paar Laufschuhe verschlissen: Bruno Barth. Doch sicherlich war noch kein Lauf dabei, der über 3000 Kilometer Strecke von Sarajewo nach Aachen auf dem Programm hatte.

So freut sich der auch bei den Naturfreunden Merkstein engagierte Dauerläufer, im Sommer einen Teil des dann angesetzten Friedensstaffellaufes unter dem Titel „Flame For Peace“ mitzulaufen. Organisator Heinz Jussen erklärte in Roda, wie es zu der außergewöhnlichen Idee kam, einem olympischen Staffellauf ähnlich für den Frieden anzutreten.

„Wir wollen ein Zeichen des friedlichen Miteinanders setzen“, sagte Jussen. Er kam zu Zeiten des Balkankrieges auf den Gedanken, selbst etwas für den Frieden und die Menschen vor Ort zu tun. Dazu sammelte er Spenden, belud einen Lkw und stürzte sich allen Warnungen zum Trotz in das Unterfangen. „Ein paar Mal war ich dem Tod näher als dem Leben“, erzählte Jussen. Dennoch spornten ihn die Reaktionen der Menschen, denen er helfen konnte immer wieder an, weiter für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt zu kämpfen.

Symbolische Chance

Der Friedensstaffellauf, der am 28. Juli in Sarajewo auf die knapp 3000 Kilometer lange Strecke geschickt wird, ist eine symbolische Chance, sich für diese Ziele einzusetzen. Das Datum ist dabei nicht zufällig gewählt, denn dieser Tag markierte vor 100 Jahren mit der Kriegserklärung Österreichs an Serbien in Sarajewo den Beginn des Ersten Weltkrieges.

Am 21. September, dem Weltfriedenstag, soll das Unterfangen in Aachen enden. Auch die insgesamt 56 Etappenziele markieren nicht nur in der Geschichte Europas wichtige Punkte auf der Landkarte: Srebenica, Tuzla, Verdun und Hürtgenwald sind alle wegen unauslöschlicher Erinnerungen zu Symbolen der Kriege geworden. Obwohl die genaue Laufroute in unserer Region noch nicht ganz feststeht, unterstützt der Stadtsportverband Herzogenrath das aufwändige Unterfangen schon jetzt.

„Die Veranstaltung ist eine großartige Idee, die Völker verbindende Botschaft von Sport und Frieden zusammenzubringen“, sagte Manfred Borgs, Geschäftsführer des Stadtsportverbandes. Für Zeitzeugin Dunja Bokan-Bajiric ist der Krieg auf dem Balkan in ihren Gedanken immer noch lebendig. Sie weiß von Propaganda, Manipulation durch Medien und dem auch durch Perspektivlosigkeit geschürten Hass von Völkern untereinander. Und darum will sie mithelfen bei diesem knapp 3000 Kilometer langen Zeichen für den Frieden.

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