Herzogenrath - Figurentheater: Wie die Maus dem Löwen in der Not hilft

Figurentheater: Wie die Maus dem Löwen in der Not hilft

Von: Nina Krüsmann
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Lehrreiches Spiel für Groß und Klein: Jeannine Gretler und Heinrich Heimlich lassen Löwe und Maus lebendig werden. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Die spannende Geschichte von einer mutigen kleinen Maus, die mit Charme, Witz und Selbstvertrauen gegen einen Löwen besteht, begeisterte jetzt das junge Publikum in Herzogenrath.

Das Figurentheater Heinrich Heimlich produzierte das Stück „Der Löwe und die Maus“ in Kooperation mit dem Förderverein Figurentheater aus Belgien.

Mit Jeannine Gretler von der Compagnie Orange Sanguine hat Heinrich Heimlich alias Heinrich Zwissler eine kompetente Mitspielerin gewonnen. „Es geht darum, dass Kleine ganz stark sein und eine scheinbar ausweglose Situation meistern können“, erklärt Zwissler.

Zwei Mäuse entdecken einen Löwen, der seinen Mittagschlaf hält. Sie beginnen ihn zu necken, haben großen Spaß dabei, werden immer übermütiger – und schließlich wird eine der Beiden vom Löwen gepackt. Als der Löwe die Maus fressen will, verwickelt sie ihn jedoch in ein Gespräch. Schnell überredet sie ihn, sie wieder frei zu lassen.

Bei dem 45-minütigen Stück kommt keine Sekunde Langeweile auf: Bald darauf verletzt sich der Löwe auf einem seiner Streifzüge. Er tritt sich einen Dorn tief in die Pranke. Dieser hindert ihn am Jagen und macht ihm mehr und mehr zu schaffen.

Als die Maus von seiner Not erfährt, beschließt sie sich zu revanchieren. Trotz aller Bedenken ihrer Mitmäuse macht sie sich auf den Weg, dem Löwen zu helfen. Das Blatt hat sich gewendet. Der geschwächte Löwe leidet. Er ist allerdings zu stolz, um sich helfen zu lassen.

Unbeirrt folgt die kleine Maus ihrer Mission und überzeugt den Löwen ein zweites Mal. Bereitwillig zeigt er ihr seine Pfote, und sie zieht ihm kurzerhand den Stachel. Dankbar lässt er sich danach von ihr verarzten. Es entsteht eine rührend-witzige Situation, in der für kurze Zeit das harte Naturgesetz „Fressen und Gefressenwerden“ außer Kraft gesetzt ist. So endet die Geschichte mit einer ungewöhnlichen Freundschaft und der Einsicht, dass auch kleine unscheinbare Wesen Stärke und Mut beweisen und Großes vollbringen können.

Charaktereigenschaften spielen eine große Rolle. „Die Tierfiguren sind klar gearbeitete Rollen, die die Kinder gut verstehen und mit denen sie sich leicht identifizieren können – vor allem mit der Maus“, betont Zwissler. Die Neuinszenierung basiere auf der gleichnamigen antiken Fabel von Aesop.

Fabeln erzählen in der transponierten Form der Tierwelt vom menschlichen Zusammenleben und regen Kinder so zu Gedanken und Gesprächen über das Miteinander an. „Gerade das Figurentheater eignet sich besonders dafür, menschliche Charaktere in Form einer Tiergeschichte zu beleuchten“, erklärt Zwissler. Und nicht zuletzt der mitleiderregend brüllende Löwe gefällt auch den Erwachsenen.

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