Kreis Aachen - Feuerwehren und Polizei stark gefordert

Feuerwehren und Polizei stark gefordert

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Garten in Flammen: Vermutlich ein Feuerwerkskörper löste in Schaufenberg an der Ecke Engelstraße/Mühlenweg den Brand einer Hecke aus. Ein Ubergreifen des Feuers auf Garage und Haus konnte die Feuerwehr verhindern. Foto: Holger Bubel

Kreis Aachen. Von einem ruhigen Jahreswechsel konnte in diesem Jahr für die Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Aachen keine Rede sein. Insgesamt hatte die Leitstelle des Kreises Aachen bis zum Morgen des Neujahrstages über 60 Einsätze zu bewältigen.

Die überwiegende Zahl entfiel dabei auf Rettungsdiensteinsätze. Aber auch etliche „Feuereinsätze” waren zu verzeichnen.

Kleinkind musste in Krankenhaus

Den größten Einsatz hatte die Freiwillige Feuerwehr Baesweiler. Aus ungeklärten Gründen brannte in der Brahmsstraße im Ortsteil Loverich eine Garage. Das Feuer dehnte sich auf den Dachstuhl des angebauten Wohnhauses aus.

Ein 20 Monate altes Kleinkind wurde aus dem Haus mit dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung gerettet und von einem Notarzt versorgt. Das Kind wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Bis zum frühen Morgen waren die ehrenamtlichen Helfer der Löschzüge Loverich-Floverich, Beggendorf, Baesweiler, Puffendorf und Setterich im Einsatz.

Bereits am Silvesternachmittag war die Drehleiter der Herzogenrather Wache bei einer Patientenrettung als Unterstützung für den Rettungsdienst im Einsatz. Kurze Zeit später brannte an der Lessingschule in Setterich ein Mülleimer. Das Feuer konnte der Löschzug Setterich schnell löschen. Fast zeitgleich brannte auch an der Alsdorfer Hubertusstraße ein Abfallgefäß.

Dramatischer klang die Alarmmeldung am Abend des Silvestertages in Eschweiler-Röhe: „Hausbrand, Am Römerberg, Menschenleben in Gefahr.” Unverzüglich rückte die Wehr mit der Hauptwache und den Löschzügen Röhe, Kinzweiler, Dürwiß und der zusätzlichen Drehleiter aus Weisweiler aus.

Glücklicherweise war in der Küche lediglich Essen angebrannt. Die verrauchte Wohnung wurde mit einem Hochleistungslüfter belüftet. Die Wohnugsinhaberin wurde verletzt.

Kurz danach lautete die Meldung für die Löschzüge der Eschweiler Wehr: Rauchentwicklung in einem Möbelhaus an der Dürener Straße. Schnell konnte hier jedoch Entwarnung gegeben werden. Vermutlich war die Rauchentwicklung auf einen Feuerwerkskörper zurückzuführen.

Gegen 22.30 Uhr brannte es am Gleiwitzer Weg in Setterich auf einem Balkon. Die Löschzüge Setterich und Puffendorf konnten den Brand schnell löschen.

Das neue Jahr war erst wenige Minuten alt, als der Stolberger Wehr gleich zwei Brände im Bereich Birkengang gemeldet wurden und gleich mehrere Einheiten in Marsch versetzte. Zum Glück handelte es sich jedoch „nur” um eine vermutlich durch eine Rakete in Brand geratene Tujahecke, die von mehreren Anrufern gemeldet wurde. Auf der Rückfahrt zur Wache ereignete sich jedoch ein Zwischenfall.

Von einer Brücke der Europa-Straße wurden die Helfer von Unbekannten mit einer Bierflasche beworfen. Das Wurfgeschoss traf Gott sei Dank nur den Aufbau des Löschfahrzeuges und verursachte nur geringen Schaden. Allerdings erstatteten die Wehrleute Strafanzeige gegen die unbekannten Täter.

Auch in Alsdorf-Schaufenberg löste kurz nach Mitternacht vermutlich ein Feuerwerkskörper den Brand in einer Hecke aus.

Kurze Zeit später brannte in Stolberg ein Knallkörper unter einem Pkw. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brannte bereits der komplette Motorraum.

Zwischen 1.55 Uhr und 2.41 Uhr löschte die Eschweiler Wehr noch drei Containerbrände. In einem Fall war auch ein Carport in Mitleidenschaft gezogen worden.

Vom Balkon gestürzt

Gegen 03.15 Uhr wurde die Feuerwache Würselen und der Löschzug Bardenberg zu brennenden Müllbehältern in der Bardenberger Straße alarmiert.

Eine halbe Stunde später brannte in der Bardenberger Zechenstraße ein Glascontainer. Das gleiche Szenario gab es am Mittag des Neujahrstages. Ebenfalls in der Zechenstraße brannte dieses Mal ein Altkleidercontainer und rief die hauptamtliche Wache auf den Plan.

Gegen 5.00 Uhr an Neujahr brannten einige Mülleimer auf einem Hinterhof „In der Gracht” in Merkstein. Das Feuer wurde von der Hauptwache und den Kräften des Löschzuges Merkstein gelöscht.

Außerdem leistete die Würselener Wache Unterstützung für den Rettungsdienst und Notarzt an der Lehnstraße. Dort war eine Person von einem Balkon in die darunter liegende Etage gestürzt und verletzte sich dabei.

Für die Freiwilligen Feuerwehren im Südkreis verlief der Jahreswechsel äußerst ruhig. Von dort wurden keine Feuerwehr-Einsätze gemeldet.
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