Feste Zielvereinbarung für Alsdorfs Verwaltung vom Tisch

Von: -ks-
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Alsdorf. Aus einer bindenden Zielvereinbarung des Stadtrates mit der Verwaltung, für die kommenden drei Jahre die Zahl der Stellen um jeweils zwei Prozent zu senken beziehungsweise jährlich 500.000 Euro einzusparen, ist nichts geworden.

Bürgermeister Alfred Sonders (SPD) sagte zu diesem Vorstoß von SPD, ABU und FDP, so etwas könne gar nicht beschlossen werden, weil dies in die Personalhoheit des Bürgermeisters eingreife.

Würde der Rat dies dennoch beschließen, würde er das beanstanden müssen. Das bedeute jedoch keineswegs, dass er nicht gemeinsam mit den Mitarbeitern der Verwaltung über Einsparmöglichkeiten nachdenken wolle. Sonders verwies auf die Verwaltungsreform, an der schwerpunktmäßig der Erste Beigeordnete Ralf Kahlen arbeite.

Sonders kündigte zudem Vorschläge an, „wo wir Dienstleistungen nicht mehr erbringen müssen”. Er lasse sich allerdings nicht auf „die Quadratur des Kreises” ein. „Wir werden nicht am einzelnen Mitarbeiter sparen”, versprach er. Es gehe darum, die Kollegen so zu fördern, dass sie die Arbeit möglichst effizient erledigen können.

Sonders schlug einen Kompromiss vor: Der Antrag der „Gestaltungsmehrheit” werde nicht weiter verfolgt. Indes sollen alle Maßnahmen ausgeschöpft werden, um bis zu 500.000 Euro im Jahr einzusparen. Gustl Rinkens (SPD) und Bernd Mortimer (ABU) signalisierten Zustimmung. Stellvertretender Bürgermeister Roland Krichel (CDU) sagte, es sei ein „ziemlicher Vertrauensbruch” seitens der eigenen Fraktion, einen solchen Antrag während des Urlaubs des Bürgermeisters einzureichen. Er rügte, dass nun bei „Indianern” in der Verwaltung gespart werden solle, nachdem die Verwaltungsspitze erweitert worden sei.

Bekanntlich war nicht nur der Posten des Ersten Beigeordneten nach Ausscheiden von Klaus Spille durch Ralf Kahlen wieder besetzt, sondern zusätzlich Susanne Lo Cicero-Marenberg als Technische Beigeordnete engagiert worden. Stephan Spaltner blieb recht ordentlich dotierter Dezernent.

„Nicht hineinregieren”

Krichel mahnte eine Neubewertung aller Stellen und die Darstellung einer vernünftigen Personalentwicklung an, bevor man Sparmaßnahmen angehe. Man soll „Kahlen erst mal machen lassen und nicht so hineinregieren”. Axel Wirtz (Grüne) sprach sich gegen eine „Rasenmähermethode mit zwei Prozent” aus und erwarte nun „Zielzahlen” von der Verwaltung. „Der Ansatz der drei Fraktionen” sei grundsätzlich richtig. Dietmar Brühl (FWA) sagte, der Antrag sei viel zu früh gekommen, da Kahlen erst ein paar Monate im Amt sei.
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