Alsdorf - Feste Anlaufstelle für Streetworker ist Teil des „ABBBA“-Netzwerks

Feste Anlaufstelle für Streetworker ist Teil des „ABBBA“-Netzwerks

Von: Stefan Schaum
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Auf dem Sofa machen sie es sich nur für den Fototermin bequem – schließlich gehören Streetworker eigentlich auf die Straße. Doch in der Luisenpassage haben Hartmut Krombholz, Hans Willmer, Susanne Schlegel und Praktikantin Vanessa Schwarzer (v.r.) auch eine Anlaufstelle. Foto: S. Schaum

Alsdorf. Eigentlich ist die Straße die natürliche Umgebung eines Streetworkers. Hier findet er die Jugendlichen, die er sucht und betreuen soll. Doch ein Büro und eine gemütliche Anlaufstelle für junge Besucher können auch nicht schaden. Beides wird es bald wieder geben, nachdem die Streetwork-Räume an der Annastraße Ende des vergangenen Jahres aufgegeben wurden.

In der Luisenpassage werden die drei Streetworker der Stadt zum Teil des großen „ABBBA“-Netzwerks.

Eine große, rote Ledercouch steht bereits in den Räumen. „Es kommt sicher öfter vor, dass Jugendliche zu uns kommen, und sich hier mal gemütlich reinfläzen wollen“, sagt Streetworker Hartmut Krombholz. Zwar soll kein klassischer Jugendtreff entstehen, „aber durchaus etwas mit Wohlfühlqualität.“ Für die, die mal sprechen wollen. Über sich und über die Probleme, die sie haben. „Wir beraten in so ziemlich allen Dingen – von Schulden über Drogen bis hin zur Arbeit.“

Zentrale Lage passt

Neben einem Büro für den Schreibkram, der während der Arbeit anfällt, gibt es zwei Aufenthaltsräume. „Da kann man sich mit den Jugendlichen auch mal für ein Vier-Augen-Gespräch zurückziehen“, sagt Krombholz. Die neue Lage mitten im Zentrum kommt der Arbeit sehr zugute, ist er überzeugt. Das macht es beiden Seiten leichter, zueinander zu finden. Mit Susanne Schlegel und Hans Willmer ist Krombholz im ganzen Stadtgebiet unterwegs und meist dort anzutreffen, wo Jugendliche sich treffen: am Annapark etwa, am Weiher oder am Mariadorfer Dreieck. Nicht um zu schauen, ob sie dort Dreck oder Lärm machen. Sondern um zu sehen, ob ihnen der Schuh irgendwo drückt. „Wir sind nicht zuständig für die Probleme, die Jugendliche machen, sondern wir sind zuständig für die Probleme, die die Jugendlichen haben“, sagt Krombholz.

Ferienaktionen planen

Unter dem Dach von „ABBBA“, dem Verein Alsdorfer Bildungs-, Beratungs- und Begleitungsangebote, sollen auch Ferienaktionen geplant werden und andere Events. So läuft derzeit die Vorbereitung für eine Skatebahn, die auf einem Teil des Basketballplatzes am Annapark entstehen soll. Weitere Ideen dürfen Jugendliche gern anbringen. Die passende Anlaufstelle steht ihnen in der Passage offen.

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