Würselen - Feine Filme: Open-Air-Kino auf Burg Wilhelmstein

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Feine Filme: Open-Air-Kino auf Burg Wilhelmstein

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Managen die Technik beim Open-Air-Kino: Helmut Bergrath und Sohn Lukas.

Würselen. Als der Abspann von „Da geht noch was“ über die Leinwand flimmerte, brandet Applaus auf. Ganz selbstverständlich klatschte das Publikum, das bei für einen August viel zu kalten Temperaturen auf der Burg Wilhelmstein saß und einen der sechs Filme des Sommerkinos gesehen hatte.

Dieser Film hatte 101 Minuten lang beeindruckt. Die Schauspieler Henry Hübchen und Leslie Malton hatten in dem Komödiendrama zur heiteren und gleichfalls nachdenklichen Abendgestaltung beigetragen. „Wir diskutieren unsere Filmauswahl im Team durchaus kontrovers. Wir trauen uns auch Filme zu zeigen, die voraussichtlich keine Kassenknüller werden“, erklärte Veranstaltungsmanager Ulrich Pesch. Aufwendige „Blockbuster“ könnten auf der Burg sowieso nicht gezeigt werden.

„Dazu braucht man eine besondere Technik, einen Festplattenprojektor, der rund 100.000 Euro kosten würde, in den wir nicht investieren“, sagt Helmut Bergrath von der Firma Bergrath und Siebert, der mit vielen Helfern für die Technik auf der Burg verantwortlich zeichnet. „Vier Stunden vor Beginn der Filme hängen wir die Leinwand auf, die 6x3,46 Meter groß ist, wir schließen den Full-HD Beamer an und sorgen uns um den Ton“, erklärt der Würselener.

Bis vor vier Jahren war das noch anders auf der Burg. Da wurden die Filmrollen von den Verleih-Firmen angeliefert. Jedes Mal, wenn eine Rolle gewechselt werden musste, gab es eine Pause. „Damals konnten wir auch Blockbuster zeigen. Heute geht das nicht mehr, weil wir mit unserer Technik die neusten Filme nicht abspielen können“, sagt Pesch. Deswegen sind die Filme nicht weniger toll. Nachhaltig sind jeweils die Streifen, die zwischen 90 und 120 Minuten lang sind und ohne Werbung gezeigt werden. 10 Euro kosten die Kinokarten, die an der Abendkasse ebenso wie an allen Vorverkaufsstellen in der Stadt zu kaufen sind.

Es sind 10 Euro, die einen schönes Abend versprechen. Da kommen die Besucher mit Körben voller Leckereien, setzen sich in die Zuschauerreihen vor der Freilichtbühne, reden und lachen miteinander, essen und trinken und sehen sehenswerte Filme.

Damit die Filme während des Burgsommers richtig in Szene gesetzt werden, haben einige Leute zu tun: Anna im Kassenhäuschen und Produktioner Micha haben ebenso vor Einlass der Gäste geholfen wie die Hausmeister Elmar und Jupp, die Helfer Fabian, Daniel, Lukas, Thorsten und Marcel. „Unser Popcornverkäufer hilft der Technik, unsere Kassendame sitzt nicht nur an der Kasse“, sagt Uli Pesch lächelnd, der weiß, dass das Konzept auf der Burg nur mit Hilfe der vielen Menschen klappt. „In den frühen 90er Jahren waren wir das erste Open-Air-Kino der Region und zeigten den Film ,Metropolis‘. Als im Film die Stadt unter Wasser steht, suchte uns ein Wolkenbruch heim“, erinnerte sich Ulrich Pesch, der jetzt froh auf das Dach über den Zuschauerplätzen der Burg schaut, das die Gäste vor solchen Unbilden schützt.

Was in den kommenden Jahren mit dem Open Air Kino wird, weiß Pesch noch nicht. „Vielleicht zeigen wir mal Filme mit einem bestimmten Thema“, überlegt der Veranstaltungsmanager – und freut sich auf die nächsten Filme. Das sind am Donnerstag, 21. August, 21 Uhr, „Die Unfassbaren“, ein Krimi und Action-Film, sowie am Donnerstag, 28. August, 21 Uhr, „Micmacs. Uns gehört Paris“, eine französische Komödie.

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