Herzogenrath - Fastenaktion findet in Roda Unterstützung

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Fastenaktion findet in Roda Unterstützung

Von: Nina Krüsmann
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Auch im Garten von „Tellerrand“ in Straß sahen sich die Gäste um: Bernhard Ruhl (l.), Fachanleiter für Gartenbau, erläuterte, was dort für den Mittagstisch angebaut wird. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Mit Aktionen begleitet die Pfarre St. Josef die Misereor-Fastenaktion. Erstmals seit 1985 wird die Fastenaktion des katholischen Entwicklungshilfswerks wieder im Bistum Aachen gestartet. Gemeinsam mit dem Aachener Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff sowie Gästen aus Niger, Bangladesch, Paraguay und Kolumbien hatte Misereor-Hauptgeschäftsführer Monsignore Pirmin Spiegel die Aktion der Aachener Pfarrkirche St. Jakob eröffnet.

Den Leitgedanken „Wir haben den Hunger satt!“ haben auch Gemeindereferent Wilfried Hammers und das Team des Mittagstisch-Angebotes „Tellerrand“ zum Anlass genommen, mit den Messdienern einen Abend in besonderer Form zu gestalten. Dabei war die Kirche voll und der Besuch von Ambroise Ouédraogo, Bischof der Diözese Maradi im afrikanischen Staat Niger, brachte viele Impulse. Der Gast beklagte die folgenschweren Konsequenzen des Hungers in seinem Land. So litten beispielsweise 42 Prozent der Kinder in Niger unter chronischer Unterernährung. Misereor unterstützt vor Ort Programme zur Erhöhung der landwirtschaftlichen Erträge und einer verbesserten Anpassung an die durch den Klimawandel hervorgerufenen Dürrezeiten. „Ohne diese Hilfe müssten deutlich mehr Menschen am Hunger sterben.“

„Die Worte des Bischofs haben uns sehr beeindruckt, vor allem seine Offenheit und Ausstrahlung“, betonte Wilfried Hammers, Mitinitiator von „Tellerrand“. Während der Fastenzeit wird die örtliche Bäckerei Flegel Solidaritätsbrote zu Gunsten der Arbeit des weltweit größten katholischen Entwicklungshilfswerks Misereor backen.

16-köpfige Delegation

Mit einer 16-köpfigen Delegation kirchlicher Mitarbeiter aus Bangladesch, Kolumbien und Paraguay ging es bei einer weiteren Aktion auch in einen örtlichen Supermarkt. Dort informierten sich die weitgereisten Gäste über das hiesige Warenangebot. „Wir wollen zum Beispiel darauf aufmerksam machen, das wir hier über 100 verschiedene Joghurtsorten haben, woanders aber Leute Hunger leiden“, betonte Hammers. Im Kern gehe es darum, dass Hunger kein Schicksal sei, sondern menschengemacht. Leider mangele es am politischen Willen, das Problem der Unterernährung in vielen Ländern der Erde wirksam zu bekämpfen. Anschließend besuchte die Gruppe den Verein „Tellerrand“ in der Pfarrgemeinde. „Wir möchten durch gemeinsames Essen und Trinken allen das Symbol des Brotbrechens näher bringen“, erklärte Hammers.

Die Sicherung eines regelmäßigen Mittagstisches für Bedürftige sowie die Beköstigung von Mittellosen und gesellschaftlich Benachteiligten und das Miteinander von Jung und Alt an einem Tisch gingen einher mit dem Ziel, für Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger oder andere wieder einen Arbeitsplatz zu schaffen. Auch im Obstgarten von „Tellerrand“ sahen sich die interessierten Gäste um.

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