Würselen - Farbenprächtig und stimmungsvoll: Würselener Festsitzung

Farbenprächtig und stimmungsvoll: Würselener Festsitzung

Von: ehg
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Gelungene Tanzdarbietung: Die Fidele Grön-Wiesse Rezag Husaren aus Köln-Porz stellten sich als Kracher heraus, die in ihrer Formation auch akrobatische Kunststücke zeigten. Foto: W. Sevenich

Würselen. Weit schlug das Stimmungsbarometer über Stunden im düvelstädtischen Grüzenich an der Klosterstraße aus, als dort die Festsitzung des 1. Würselener Karnevalsvereins schwungvoll über die Bühne ging. So weit, dass – vor allem die weiblichen Jecken – derart in Ekstase gerieten, dass sie auf die Stühle stiegen.

Auf die Spitze trieben die schon vorherrschende Hochstimmung die „4 Amigos“ mit ihrem „Öcher Schängchen“, eine fetzige Hommage an ihre Kaiserstadt. Am Ende wollte das im Ausnahmezustand befindliche närrische Volk sie nicht mehr von der Bühne lassen. Auf ihr waltete mit lockeren Sprüchen „D‘r Düvel“ alias Präsident Gerhard Römer seines Amtes, während Musikus Walter Spinner musikalisch seinen „Senf“ dazu tat, aus Spaß an der Freud‘.

Dank für Unterstützung

Der „Düvel“ begrüßte die Ehrengäste, allen voran Bürgermeister Arno Nelles und den Präsidenten des Verbandes der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise, Reiner Spiertz. Beim Präsidenten des Senats, Hans-Günter Wendlandt, bedankte er sich für die gewährte Unterstützung.

Erst einmal präsentierte sich der Verein mit seiner großen Streitmacht auf der Bühne. Sodann verzückte der Nachwuchs mit flotten neuen Tänzen: angefangen von der Kindermarie Romina Sedano über die Kindergarde sowie das Tanzpaar Lisa Vossen und Thomas Hoven mit akrobatischen Einlagen bis hin zur zackigen Jugendgarde. Mit von der Partie waren Mundschenk Tim, Sohn des Vorsitzenden Rudi Mainz, und Standartenträger Sven Hoven.

Die Moderation teilte sich „D‘r Düvel“ mit dem Kinderprinzen der Düvelstadt, Lucas Fuhrmann, gestellt von den „Hölze Päed“. Als „Ne komische Hellije“ machte Büttenredner Peter Kolp (Köln) seinem Namen alle Ehre, wobei er erfolgreich einen ersten Angriff auf die Lachmuskeln startete. Dann ein Kracher im Programm: die „Fidele Grön-Wiesse“ Rezag Husaren aus Köln-Porz. Ihre Marie und ihren Tanzoffizier schleuderten sie atemberaubend durch die Luft.

Die 24 jungen Husaren legten einen Kasatschok nach dem anderen variantenreich rasant auf die Bühne. Eine männliche Tanzshow der Extraklasse. Musikalisch noch einen Punkt drauf setzte die „Brass on Spaß“-Bigband aus Eschweiler mit Sängerin. Sie rockte den Saal mit Kölsche Tön von „De Höhner“ über die „Bläck Fööss“ bis zu „Brings“.

Schokoladen-Regen

Und der Boden war bestens bereitet für einen triumphalen Empfang – es regnete Schokoladen-Dukaten – von Tollität Prinz Harald I., Bauer Achim und Jungfrau Gregoria unter den Klängen des Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ unter Guido Bleser. Auf einer Welle der Hochstimmung wurde das Dreigestirn, das vom Komitee-Präsidenten Hans Sinken präsentiert wurde, nebst Prinzengarde und mittelalterlichem Hofstaat, hineingetragen in die Aula.

Da konnte „D‘r Düvel“ nur noch konstatieren: „Wir sind stolz auf diese tolle Truppe!“ Ihm schloss sich Garde-Ehrenkommandant Hans Bücken gerne an. „Das ist unbeschreiblich, was sich hier abspielt“, war Prinz Harald sichtlich überwältigt. Das „Hey Wöschele“ hallte am nächsten Morgen noch in den Ohren. Prinzenmariechen Melanie und die Damengarde des WKV bereicherten die Show mit ihren Tänzen.

Nach den „Amigos“ machten die Karnevalsfreunde aus Lammersdorf mit Prinz Thomas III. und seinem Hofstaat, lauter fesche Madl und Bubn, Prinzengarde und Showtanzformation „Dancefire“ ihre Aufwartung. Ihre Mariechen wirbelten – ein Rad nach dem anderen schlagend – über die Bühne.

Der Clou der Gäste waren die 24 „Cats“ mit Kater. Ihre Parodie auf das Musical war ein Hochgenuss. „Engel Hettwich“, ein optischer Leckerbissen, strapazierte kurz vor Mitternacht noch einmal das Zwerchfell, wobei sie sich tapfer schlug. Nicht nur mit „Et Trömmelche“ setzten „De Spetzbove“ aus Aachen den Schlusspunkt unter eine farbenprächtige und stimmungsvolle Revue.

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