Alsdorf - Familienpaten verschenken gern ihre Zeit

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Familienpaten verschenken gern ihre Zeit

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
Verstärkung gesucht: Heilpäd
Verstärkung gesucht: Heilpädagogin Marion Altherr (4.v.l.) freut sich auf neue Foto: Schaum

Alsdorf. Seit einer Weile sagen die Kinder Oma zu ihr. Zwar hat Gertrud Mainz noch gar keine Enkel, doch findet sie es „eigentlich ganz goldig”, schon jetzt so genannt zu werden. Von den Kleinen, die sie als Familienpatin betreut.

Die Alsdorferin war die erste, die sich vor gut einem Jahr gemeldet hatte, als der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) das Angebot in Alsdorf startete.

Sie ist heute noch als Ehrenamtlerin dabei, und zwar gern, wie sie betont. Einer alleinerziehenden Mutter von drei Kindern schenkt sie ihre Zeit. Sie hilft bei Behördengängen oder kümmert sich um die Kinder, wenn die Mutter etwas erledigen muss. Auch gemeinsame Spaziergänge stehen des öfteren an und jüngst hat sie mit angepackt, als es ans Entrümpeln für den Sperrmüll ging.

„Das ist mittlerweile ein richtig enger Kontakt”, sagt Gertrud Mainz, „fast wie eine zweite Familie”. So geht es auch manch anderem Familienpaten, den Heilpädagogin Marion Altherr für den SkF in ihrer Kartei führt. Sieben Paten sind es derzeit, mehr sollen es möglichst werden. „In Aachen, wo es das Angebot schon seit sechs Jahren gibt, ist die Zahl der Ehrenamtler stetig gewachsen.”

Ein Stück Lebenserfahrung

Lust auf solch eine Aufgabe, ein gutes Stück Lebenserfahrung und etwas Zeit - das sollten Menschen mitbringen, die sich als Familienpaten bewerben. Eigene Kinder sind keine Voraussetzung. Selbst kinderlos, hat sich Karl Göttgens im Alter von 75 Jahren an die Aufgabe herangewagt. Auch er ist davon sehr angetan. „Man erfährt dabei auch etwas über sich selbst”, sagt er. „Ich habe jetzt ein gutes Feeling dafür entwickelt, was ein Kind braucht.”

Der erste Kontakt zu der Patenfamilie findet auf neutralem Boden statt, im Alsdorfer Gebäude des SkF an der Eckstraße. Zuvor hat Marion Altherr die möglichen Paten und die zu betreuende Familie in deren Wohnungen besucht. Altherr: „Man braucht ein Gefühl dafür, wer zusammenpassen könnte. Es geht hier um individuelle Lösungen ohne großen Verwaltungsaufwand.”

In der Regel vereinbaren die Paten und die Familien die Termine selbst. Das können mehrere Treffen in der Woche sein oder nur ganz wenige, je nachdem. So springt Renate Nagel etwa ein, wenn die alleinerziehende Mutter, die sie betreut, mal zum Arzt muss. Mitunter gehen sie auch mal alle spazieren. „Sie bringt ihr Kind mit, ich meinen Hund.” Die 71-Jährige schätzt die Begegnungen sehr. „Es ist doch ein schönes Gefühl, zu wissen, dass jemand für einen da ist.”

Fortbildungen, Versicherungsschutz und eine die Erstattung von Fahrtkosten gehören zu der Aufgabe, über die Marion Altherr unter ? 02404/93222 informiert.
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