Herzogenrath - Familienpate will vor allem Kinder in den Mittelpunkt stellen

Familienpate will vor allem Kinder in den Mittelpunkt stellen

Von: rüt
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efasbu
Setzen sich für Familien und Senioren ein: Bürgermeister Christoph von von den Driesch überreicht den Ehrenamtlern ihre Ausweise.

Herzogenrath. Dieter Lecher ist einer der beiden Männer, die sich innerhalb des Projekts „Ehrenamt für Familien und Senioren” (EFaS) engagieren. Der Kaufmann in Rente hatte früher beruflich viel mit Menschen zu tun, will darauf auch jetzt nicht verzichten.

Als Familienpate möchte er vor allem Kinder in den Mittelpunkt stellen. „Was kann schöner sein, als sich in seiner Freizeit um andere Menschen zu kümmern, ehrenamtlich tätig zu sein”, sagt Lecher. Acht hilfsbereite Rodastätter sind es bisher, die die drei Teilbereiche von EFaS mit Leben füllen. Weitere Mitstreiter werden gebraucht.

Hilfsangebote für Senioren ab 60 Jahren, Familienpaten und die Familienfeuerwehr sind die Bestandteile des generationsübergreifenden Projektes. Träger sind die Servicestelle für Familiengesundheit zugunsten benachteiligter Kinder „morili”, das Frauenkommunikationszentrum, das städtische Koordinationsbüro „Rund ums Alter”, die Koordinatorin des „Lokalen Bündnis für Familien”, Gleichstellungsbeauftragte Birgit Kuballa, und das Jugendamt Herzogenrath.

Geschult wurden die Ehrenamtler an sechs Vormittagen in unterschiedlichen Bereichen, etwa Konfliktbewältigung oder Gesprächsführung.

Auch wie man eine Demenzkrankheit in den Grundzügen erkennt und damit umgeht, lernten die acht Helfer. Auf ihren ersten Einsatz sind alle gespannt. Senioren ab 60 können die Ehrenamtler „buchen” wenn sie etwa einfach nur ein wenig Gesellschaft oder Hilfe beim Einkaufen brauchen, vielleicht zum Vorlesen oder zur Freizeitgestaltung.

Die Familienpaten kommen in Haushalte, in denen Kinder ab der Geburt bis 14 Jahre leben. Spielplatzbesuche oder Begleitung zum Arzt oder Mutter-Kind-Gruppen aber auch mal etwas Zeit mit den Kindern verbringen, damit die Eltern einmal eigene Freizeit genießen können, sind eingeplant.

Die Familienfeuerwehr ist ein Angebot, das kurzfristig in Anspruch genommen werden kann. Gedacht ist es für Familien und Alleinerziehende, die beispielsweise durch Erkrankung in eine akute Belastungssituation geraten und Hilfe benötigen. „Bei der Familienfeuerwehr soll sich eine Art Hotline entwickeln”, meint Monika Jentzen-Stellmach von der Servicestelle „morili”.

Schon jetzt gibt es laut Bernd Krott, Leiter städtischer Bereich Jugend, Interessenten. Ursula Brunell ist zeitlich völlig offen und wartet darauf, was auf sie zukommt. Auch sie ist seit Anfang des Jahres in Rente und möchte sich vorrangig als Familienpatin und bei der Familienfeuerwehr engagieren: „Ich möchte meine Freizeit nützlich verbringen”, sagt sie.

Gemeinsam mit ihren Mitstreitern erhielt sie aus den Händen von Bürgermeister Christoph von den Driesch ihren „Dienstausweis”. Sichtlich erfreut und zufrieden war von den Driesch, dass „wir schon acht ehrenamtliche Helfer mit dem Ausweis auszeichnen können und dass Generationen untereinander wieder zu einer Kultur finden und sich gegenseitig unterstützen”.
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