Baesweiler - Familienforschung soll spannende Sache sein

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Familienforschung soll spannende Sache sein

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
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Fasziniert von alten Dokumenten: Familienforscher Horst Gießler bringt Interessierten die Arbeit mit alten Bänden gerne näher. Foto: S. Schaum

Baesweiler. Wer sich intensiv mit seinen Vorfahren beschäftigt, erlebt womöglich die ein oder andere Überraschung. Wer weiß denn schon so genau, mit wem der Ur-Urgroßvater in grauer Vorzeit mal verbandelt war? „Familienforschung kann richtig spannend sein“, sagt Horst Gießler, der im Baesweiler Geschichtsverein den Arbeitskreis Familienforschung leitet. Zehn Jahre gibt es den jetzt schon. Es liegt viel Arbeit hinter den Akteuren – und es bleibt noch einiges zu tun.

„Das Thema Familienforschung boomt“, sagt Gießler. Das sehe man an den Mitgliederzahlen. 55 sind es aktuell im Baesweiler Arbeitskreis und viele davon reisen von weither an, wenn die samstäglichen Treffen im Archiv des Vereins anstehen. Womöglich ist der Baesweiler Zusammenschluss sogar der größte im Land.

Jedenfalls weiß Gießler von keinem anderen in dieser Stärke. „Immer mehr Menschen sind fasziniert davon, zu erfahren, woher sie stammen, wo ihre Wurzeln liegen.“ Auch Anfängern zeigen die Mitglieder gern, wie sie sich entlang des Familienstammbaums Generation um Generation zurückarbeiten können.

Viel Literatur gibt es zum Thema und mittlerweile erleichtern Computerprogramme die Forschungsarbeit, die nicht zuletzt ein Anhäufen und Auswerten historischer Schriften ist. Damit hat der Arbeitskreis gut zu tun.

„Wir wollen möglichst viele Dokumente aus Baesweiler und der ganzen Region auswerten“, nennt Gießler ein Hauptziel der Arbeit. Kirchenbücher, Unterlagen aus Standesämtern, Sterbebücher – all das sichten die Mitglieder und überführen es per Scanner vom Papier ins digitale Format.

Gießler: „Wir haben jetzt schon mehr als 600 Gigabyte an Daten auf unseren Rechnern.“ Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. „Wir häufen Dokumente an, die bei der Familienforschung hilfreich sind, und die Gemeinden, die uns ihre Bücher zur Verfügung stellen, bekommen von uns die digitalen Daten und müssen die alten Bände nie mehr anfassen.“

Einige Kommunen liegen noch vor den Mitgliedern. Auch das könnte ein Anreiz für weitere Mitstreiter sein. Gießler: „Bei uns gibt es immer richtig viel zu tun.“

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