Falken zeigen Filmdoku über junge Migranten in Deutschland

Von: Anja Conzen
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Viele gute Ideen: Die Falken machen sich stark für Jugendliche, die ihre Heimat verlassen müssen und in Deutschland aufgenommen werden. Foto: Anja Conzen

Alsdorf. Als Beitrag zu den Interkulturellen Wochen „anders? – cool!“ in der Luisenpassage stellten „SJD-Die Falken“ kreative Projekte vor, in denen sie Eindrücke und Schwierigkeiten minderjähriger Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen, schildern.

In ihrem Kurzfilm „Wie geht Deutschland?“ beschreiben jugendliche Flüchtlinge ihre ersten Eindrücke von Deutschland, von ihrer Ankunft, Aufnahme und ihren Gedanken und Gefühlen dabei.

Auf humorvolle Weise stellen die Falken in ihrem Film zehn „Regeln“ auf, eine Art „Anleitung für Neuankömmlinge“. Unter anderem wird auf die typisch deutsche Pünktlichkeit hingewiesen und das Uhrzeit-Lesen erklärt. Die Sprache – eine der größten Herausforderungen für die Migranten – wird durch Kurse mit anderen Jugendlichen gelernt. Auch ein Schwimmbadbesuch, so zeigt es der Film ebenfalls, ist für Flüchtlinge eine völlig neue Erfahrung. Das Ende des Filmprojekts wurde mit einem gemeinsamen Essen gefeiert.

Diplom-Sozialarbeiter Norbert Suing vom Jugendmigrationsdienst der Caritas Aachen erklärte die rechtlichen Rahmenbedingungen für junge Migranten in Deutschland: Minderjährige Flüchtlinge, die von der Polizei aufgegriffen werden, würden solange untergebracht, bis ein Platz in einem Kinderheim für sie gefunden wird – und das kann mitunter Monate dauern. „Auch die schulische Bildung war lange Zeit ein großes Problem“, berichtete Suing. Mittlerweile gebe es aber mehr Schulen in Aachen, die Förderklassen für die Jugendlichen anbieten.

Eine Herzensangelegenheit der Falken ist die Idee eines „Starterpakets“ für ankommende Flüchtlinge. Sie planen, eine Box zusammenzustellen, mit essenziellen Dingen, etwa einer Zahnbürste, einem Stadtplan, erstem Basisvokabular oder Adressen von Ansprechpartnern und diese den Neuankömmlingen zu überreichen.

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