Würselen - Fahrtrichtung auf der Grevenberger Straße wird geändert

Fahrtrichtung auf der Grevenberger Straße wird geändert

Von: ehg
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Gegen die Stimmen der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) hat der Ausschuss für Stadtentwicklung mit großer Mehrheit beschlossen, die Einbahnrichtung in der Grevenberger Straße zwischen Kaiserstraße und Lehnstraße umzudrehen. Foto: imago/McPHOTO

Würselen. Gegen die Stimmen der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) hat der Ausschuss für Stadtentwicklung mit großer Mehrheit beschlossen, die Einbahnrichtung in der Grevenberger Straße zwischen Kaiserstraße und Lehnstraße umzudrehen.

Bereits im Juni 2011 war diese Verkehrslenkungsmaßnahme von der FDP-Fraktion beantragt worden. Die Entscheidung über den Antrag war aber im letzten Jahr zurück gestellt worden, weil das für die Entwicklung der Singer-Höhe in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten noch nicht vorlag. In ihm befürwortete nun der Gutachter Dr. Banke eine Drehung der Einbahnrichtung auf der Grevenberger Straße.

„Wir sehen uns durch das Gutachten bestätigt”, meldete für den Antragsteller dessen Sprecher Markus Carduck zu Wort. „Wenn wir das Teilstück Grevenberger Straße ,drehen, werden an der oberen Kaiserstraße Emissionen heruntergefahren.” Er musste aber gegenüber Hildegard Schieren, einer Sprecherin der Anwohner einräumen, „dass sich die Verhältnisse an der Aachener Straße zwar nicht verbessern, aber auch nicht verschlechtern werden”.

Was diese angesichts des sowieso schon hohen Verkehrsaufkommens von 32 000 Fahrzeugen am Tag befürchtete. Damit der Verkehr zügiger aus der Innenstadt abfließen könne, müssten die Ampel-Umlaufzeiten verändert werden, schrieb SPD-Sprecher Christoph Küppers dem Landesbetrieb Straßen NRW ins Stammbuch.

Es müsse ein Umdenken Platz greifen, nahm er alle Verkehrsteilnehmer in die Pflicht. Auch wenn die Einbahnstraße gedreht werde, blieben die Belastungen, gab CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Jürgen Schmitz zu bedenken. Sie würden nur vernünftiger verteilt. „Wir können uns nur darauf stützen, was der Sachverständige und der gesunde Menschenverstand uns sagt.”

Mehr öffentlichen Personennahverkehr und mehr Radfahrverkehr forderte die Bündnisgrüne Fraktionsvorsitzende Dr. Renate Knauf, bevor die Ampeln umgestellt würden. Dass sich das Verhalten der Bürger ändern müsse, unterstrich auch Doris Harst (SPD). Es gebe kein Konzept, das nicht schon überholt sei, bevor es umgesetzt sei, gab sie dem UWG-Fraktionsvorsitzenden Theo Scherberich mit auf den Weg.

„Wir werden die obere Kaiserstraße nicht entlasten, dafür aber den Abfluss in der Lehnstraße verschlechtern”, fürchtete Scherberich. Eine Entscheidung sollte dann getroffen werden, wenn man wisse, was durch die Singer-Höfe und das Neubaugebiet Bahnhofstraße/Nordstraße an Verkehr aufkommen werde.

Scherberich: „Der Status quo ist gut. Es gibt derzeit keinen Handlungsbedarf!” Eine Verbindungsstraße zwischen der Elchenrather Straße und dem Recker-Gelände, wie von der FDP ebenfalls beantragt, wird - so der im Ausschuss mehrheitlich gefasste Beschluss - auf Anraten der Verwaltung nicht weiter verfolgt werden. Zuschüsse für den Kalkhaldenpark müssten ansonsten zurückgezahlt werden.
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