Ex-Profis geben Tricks und Kniffe weiter

Von: Holger Bubel
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Mit Leidenschaft bei der Arbeit mit den jungen Kickern: Ex-Profi der Gladbacher, Michael Klinkert, hielt die Jungs auf Trapp. Den einen oder anderen Trick konnte er den Schülern vermitteln. Foto: Holger Bubel

Herzogenrath. Franz Ridderbecks und Markus Ruch hatten gemütliche Stündchen. Die beiden Sportlehrer der Roda-Förderschule und des Gymnasiums Herzogenrath konnten die Arbeit an diesem Nachmittag zwei anderen Spezialisten überlassen. Und die machten ihren Job in der gemeinsamen Fußball-AG der beiden so unterschiedlichen Schulen dann auch richtig gut.

Die Ex-Fußball-Profis Michael Klinkert und Marcel Witeczek – beide gingen unter anderem bei Borussia Mönchengladbach und den Bayern erfolgreich auf Tore- und Titeljagd – übernahmen für zwei Stunden das Training der 20 Jugendlichen und vermittelten ihnen dabei Kniffe und Tricks aus dem Profi-Fußball.

Folge des Förderpreises

Möglich wurde das Training, weil die Roda-Schule beim Projekt „Fit durch die Schule“, das vom Landesschulministerium und der AOK Rheinland/Hamburg ausgeschrieben wurde, einen Förderpreis von 4000 Euro zugesprochen bekommen hatte. „Der Besuch der beiden Ex-Profis ist ein weiterer Baustein des Förderpreises“, erklärte Helmut Schröter von der AOK-Regionaldirektion Kreis Aachen.

Und die Jugendlichen von 14 bis 16 Jahren nahmen das Angebot gerne an und knieten sich richtig rein. Nach einem Lauf-Wettbewerb – „Die Sieger müssen am Ende keine Liegestützen machen“ (Michael Klinkert) – rollte auch schon bald der Ball, und die Jungs konnten auf Torejagd gehen. Und zwischendurch natürlich Fragen stellen: „Schaffen es die Schalker in der Champions League gegen Real?“, „Wie sehen die Chancen der Dortmunder aus?“ Die Ex-Profis hatten da eine klare Meinung: „Schalke ist Außenseiter, die Dortmunder sollten aber gegen St. Petersburg gewinnen. Sie sind Favoriten.“ Auch von sich selbst erzählten die beiden Kicker. Denn so richtig kannten die Jugendlichen die beiden nicht, waren sie auch noch nicht geboren, als deren Karrieren auf Hochtouren liefen: „Wir haben in einem anderen Jahrhundert, ja sogar Jahrtausend gespielt“, scherzte Michael Klinkert, der ein Händchen für den Umgang mit den Jugendlichen bewies. Er skizzierte auch die beeindruckende Karriere Witeczeks als Schützenkönig bei U-Nationalmannschaftsturnieren, als zweifacher deutscher Meister (natürlich mit den Bayern) und Uefa-Cup-Sieger (natürlich auch mit den Bayern). Sein „Ich selbst habe nur 20 Bundesligatore geschossen und bin nur DFB-Pokalsieger mit Gladbach geworden“ quittierten die Jungs mit einem „Ohhhhh“. Das sollte ihnen aber schnell vergehen, denn nach dem Plaudern hieß es laufen, dribbeln, Tore schießen –und für einige: „Runter in den Liegestütz.“ Geschadet hat das aber wohl keinem . . .

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