Würselen - Evangelische Gemeinde feiert Grundsteinlegung ihres Gotteshauses

Evangelische Gemeinde feiert Grundsteinlegung ihres Gotteshauses

Von: ehg
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Die evangelische Kirchengemeinde feierte 60 Jahre Martin-Luther-Kirche: Pfarrer Harry Haller (r.) mit dem Grundstein, der vor 60 Jahren eingemauert wurde. Foto: W. Sevenich

Würselen. Vor sechs Jahrzehnten wurde an der Bahnhofstraße der Grundstein für die heutige Martin-Luther-Kirche gelegt. Der Bau der neuen Kirche markiert den ersten Schritt in die Selbstständigkeit, die die Gemeinde sechs Jahre später erlangte. Da hatte sie allen Grund, ein frohes – wenn auch wegen der Sommerferien einen Monat verfrüht – Gemeindefest zu feiern.

Und da der Wettergott mitspielte, ließen sich die Gemeindemitglieder nicht zweimal „einladen“. Sie harrten bis zum Abend unter freiem Himmel aus und pflegten die Gemeinschaft.

Eingeläutet worden war das Fest mit einem Familiengottesdienst. Anlässlich des 60-Jährigen führte Pfarrer Harry Haller in seiner Predigt aus: „In unserer Kirche machen sich immer wieder Menschen auf, um neue Schritte des Glaubens zu gehen.“ Vor allem sei das in den Anfängen der Fall gewesen, als viele Menschen nach der Flucht aus dem Osten in Würselen eine neue Heimat gefunden hätten.

„Unsere Kirche ist seit vielen Generationen ein Ort, an dem unsere jungen und jüngsten Gemeindemitglieder die ersten Schritte auf dem Weg des Leben gehen können. Sie ist aber auch der Ort , an dem die Älteren über den jeweils ganz individuell zurückgelegten Lebensabschnitt oder Lebensweg noch einmal nachdenken und sich gegebenenfalls mit diesem versöhnen können.“

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Chor unter Leitung von Sabine Heinig-Michl, der im Wechsel mit der Gemeinde Lieder aus dem neuen Gesangbuch anstimmte. Nach dem Familiengottesdienst nahm das bunte Treiben im und am Gemeindezentrum rasch Fahrt auf. Pfarrer Haller freute es, dass sich in dessen Gestaltung neben den Hauptamtlichen auch alle ehrenamtlichen Gruppen der Gemeinde einbrachten.

Es war somit eine große Gemeinschaftsproduktion, die kurzweilige Stunden bei jungen und alten Gemeindemitgliedern bescherte. Nicht zuletzt öffnete das Familienzentrum seine Pforten weit, damit auch die Kleinsten mit ihren Eltern in der Begegnung von Mensch zu Mensch auf ihre Kosten kommen konnten. Die neuen Gemeindemitglieder knüpften unterdessen erste Kontakt oder erweiterten sie. Was sich beim Gemeindefest 2013 präsentierte, war eine lebendige Gemeinde, in der es sich zu leben und mitzuwirken lohnt.

Es wurde aber nicht nur ungezwungen und sorglos gefeiert. Impulse zum Nachdenken lieferten die Ausstellung „Gott mag die Ausländer“ und die Dokumentation des Freundeskreises Jülicher Straße 24, die das bisher nur vorübergehend gelöste Problem der menschenwürdigen Unterbringung von Asylbewerbern in der Stadt in den Focus rückte.

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