Alsdorf - Europafest: Lebensfreude trifft auf Gastfreundschaft

Europafest: Lebensfreude trifft auf Gastfreundschaft

Von: Elisa Zander
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Brachte ein besonderes partner
Brachte ein besonderes partnerschaftliches Flair auf das Europafest: Die polnische Folkloregruppe „Karkonosze” aus dem Partnerkreis der Städteregion Jelenia Góra. Foto: Elisa Zander

Alsdorf. Wie auf Kommando laufen die Zuschauermassen, die gerade noch unter dem Dach der Stadthalle Schutz suchten auf die Straße und bilden mit den, auf dem gegenüberliegenden Bordstein am Denkmalplatz stehenden Zuschauern eine enge Gasse auf der sonst breiten Straße. 57 Gruppen des Festzuges zum Europafest schlängeln sich durch die Passanten.

„Schade, dass sie keinen Platz haben, sich richtig zu präsentieren”, moniert ein Mann doch den Spaß an dem bunten, fröhlichen Umzug will auch er sich nicht nehmen lassen.

Gelungener Auftakt

Schon zuvor hatte die Marching-Show mit zwei Brunssumer-Tambour-Musikergruppen viele Zuschauer angezogen, die sich ebenfalls dem Umzug anschlossen. Kindergärten, Turn- und Sportvereine, Schützen und Musikgruppen bescherten dem Sonntag zum Europafest einen gelungen Auftakt. Die polnische Folkloregruppe „Karkonesze” aus Jelenia Góra, dem Partnerkreis der StädteRegion, singt und musiziert ausgelassen uns reißt mit ihrer offenen Art die Passanten mit. Viele schwenken rot-weiße Fähnchen zu Ehren des diesjährigen Partnerlandes Polen. Die Stadt zeigt Flagge - für das Fest, für Europa und für das friedliche Miteinander.

Nachdem Bürgermeister Alfred Sonders am Freitag des Fest mit einem Fassbieranstich eröffnet hatte, konnten sich die Stadt Alsdorf, das Partnerschaftskomitee und die Aktionsgemeinschaft als Organisatoren über viele Besucher freuen. Kabarett, eine Vernissage sowie eine Buchausstellung snd nur einige der Anziehungspunkte. Während etwa am Samstag bei spätsommerlichen Temperaturen bis tief in die Nacht mit der „Toni-Back-Band” am Denkmalplatz gefeiert wurde, lässt der Besucherstrom auch am Sonntag kaum nach. Mit Regenschirm, Cape und guter Laune flanieren sie über die Bahnhofstraße, erkunden die Kirmes auf dem Anna-Gelände, informieren sich bei der Lebenshilfe und über Denkmalschutz bei der Unteren Denkmalbehörde. Einen schönen Rundumblick über Alsdorf kann man von der oberen Plattform des Fördergerüstes genießen. Zum Tag des offenen Denkmals wird ein Blick in das westliche Fördermaschinenhaus ermöglicht.

Die Innenstadt sprüht vor Leben und zeigt, dass die Stadt wie das gesamte Europa von der Vielfalt der Kulturen und dem Miteinander lebt.

Josef Osthal kommt immer wieder gerne zum Europafest. „Es ist eines der schönsten Feste in der Region”, sagt der Herzogenrather, der mit seinen gekommen ist. Die ziehen ihn schnell weiter zum Kinderkarussel, dort haben sie eine Lokomotive entdeckt, in der sie unbedingt fahren wollen.

Die handwerklichen Angebote, die in einer großen Vielfalt an den Ständen präsentiert werden, erfreuen sich großer Beliebtheit. Ob Floristik, Malerei, Glaskunst oder Musik - für jeden ist etwas dabei. Große Augen bekommen Geschwindigkeits-Fans bei dem Alsdorfer Mike Golla, der mit seinem Kart einige schnelle Runden am Denkmalplatz hinlegt. Beeindruckt und nahezu ehrfürchtig geht Jannick Mooren um das Kart herum. Er sei ein großer Formel-1-Fan, erzählt der Zwölfjährige. „So ein Kart ist echt cool”, sagt er und grinst seine Mutter Beate an. sie lacht und verspricht, bei der nächsten Gelegenheit mit ihm zu einer Go-Kart-Bahn zu fahren.

Inzwischen wird auf der Bühne am Denkmalplatz wieder durch die „Toni-Back-Band” für musikalische Stimmung gesorgt. Der Regen ist egal. Hier zählt nur der Genuss des Augenblicks - mit nasser Zuckerwatte, warmen Pfannkuchen, klatschend und schunkelnd Arm in Arm mit Besuchern aus Jelenia Góra.
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