Euchen feiert die Eröffnung der Kirmessaison

Von: ehg
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Mehr Gäste als erwartet kommen zum Jungenspiel nach Euchen: Maikönigin Marina Sturm, Maikönig Marc Straussfeld, Maimagd Katrin Dobrowolski, Maiknecht Stefan Meyer freut es. Foto: W.Sevenich

Würselen. Was das Wetter anbetrifft, kamen die Spellsleute bei der Eröffnung der Kirmessaison in Euchen, wenn es auch kalt war, mit einem blauen Auge über die Runde. Trotz großer Konkurrenz in Wembley – im Festzelt gab es eine große Leinwand wegen des Champions-League-Finale – kamen viele Gäste nach Euchen.

Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Euchener Hauptkirmes, Josef Aretz, der sich im Vorfeld große Sorgen gemacht hatte, dass die Besucher ausbleiben könnten, sagte strahlend: „Es kamen mehr als wir erwartet hatten. Und als das Champions-League-Endspiel zu Ende war, war das Zelt im Nu brechend voll.“ Wie sagte doch Bürgermeister Nelles am Nachmittag beim Empfang der Spielspitzen: „In Euchen ist heute der Nabel der Welt.“

Mit dem Duo „Silvi & Ralf“ hatte sich bei der Thekeneröffnung der Vorhang zum Kirmestreiben gehoben. Und die Gäste wurden nicht enttäuscht. Denn das Duo traf bei Jung und Alt den richtigen Nerv. Spektakulär setzten sich die rot-weißen Fahnenschwenker mit einer neuen Show in Szene.

Ihre Maikönigin Marina Sturm holten die Maijungen am Samstag unter den Klängen des Trommler- und Pfeiferkorps „Frisch voran“ Kreuzrath in der Gaststätte Hellmanns ab. In einer Regenpause erreichten sie trockenen Fußes das Zelt, wo die Coverband „Comeback“ für beste Kirmesstimmung sorgte. Vor allem nach dem Schlusspfiff in London drehte sie so richtig auf. Dass sie 90 Minuten über den Vertrag hinaus aufspielte, brachte ihr Pluspunkte.

Am Sonntag besuchte das Euchener Jungenspiel einen von Gemeindereferent Thomas Krieger liturgisch und vom Instrumentalverein Eilendorf musikalisch gestalteten Gottesdienst. Zu Ehren und im Gedenken an die Verstorbenen wurde am Ehrenmal ein Kranz niedergelegt. Beim Frühschoppen trat neben den Fahnenschwenkern die Tanzgruppe der KG „De Wenkbülle“ aus Stolberg auf. Musikalisch auf Schwung brachten die Bläser aus Eilendorf die meist übernächtigten Spells-leute. Drei Gründungsmitglieder der Fahnenschwenker, Josef Offergeld, Kurt Jansen und Willi Lemmen, wurden für ihre 30-jährige Treue von IG-Vorsitzenden Aretz mit einer Urkunde geehrt. Als Dank dafür zeigten sie, was sie heute noch drauf haben.

Eine Gänsehaut handelten sich die Maibräute in ihren langen Kleidern beim großen Festzug ein. Um auf Betriebstemperatur zu kommen, legten die Fahnenschwenker in ihren weißen Hemden noch einen Zahn zu. Die Euchener Akteure katapultierten ihre rot-weißen Tücher weit in den Himmel hinein. Dafür gab es Applaus von den Zuschauern am Straßenrand. Auch die Akteure aus Nassau, Bardenberg, Markt-Preck und Bissen mit dem Schützenkönig der St. Sebastianus-Schützengesellschaft, Hans-Josef Bülles, machten eine gute Figur. Mit dabei war auch der Nachwuchs: Kinder des Gastjungenspiels und die Mädchen aus dem dem „Dörflein“, die als Radschläger groß heraus kamen. Sie zeigten den Jungs, wie es gemacht wird.

Das Bad in der Menge genoss Euchener Spielspitze, neben Königin Marina Sturm und Maikönig Marc Straußfeld, Maiknecht Stefan Meyer, Maimagd Katrin Dobrowolski sowie die Pritzenmeister Jan Offergeld Jens Böse. Sehen lassen konnten sich auch die 25 Pärchen, deren Maijungen gute Miene zu den Wetterkapriolen machten und freundlich mit ihren Strohhütten winkten.

Und dann noch das stattliche Festkomitee mit Bürgermeister Arno Nelles, das die eine oder andere Ehrenrunde drehte. Nach dem Festzug ging es ins Zelt, wo am Abend der Bürgermeister und der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Würselener Jungenspiele, Hans Maassen, ihre Aufwartung machten. Herzlich gratulierten die Gastjungenspiele zu einer gelungenen Kirmes. Mit geballter musikalischer Unterstützung von vier Musikformationen marschierte das Spiel am Montag ein letztes Mal auf.

Die Kirmes ging nach einem langen unterhaltsamen Abschiedsabend am frühen Dienstag morgen zu Ende.

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