Erweiterung der Marienschule Alsdorf wird hinterfragt

Von: -ks-
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Alles muss seine Ordnung haben: Das gilt in der Marienschule auch für die Räume zur Übermittagsbetreuung der Schüler. Foto: Schaum

Alsdorf. Eigentlich war ein Grund für die gemeinsame Sitzung von Schulausschuss und Ausschuss für Gebäudewirtschaft die Marienschule. Auf Bitten von Friedhelm Krämer (SPD) und unterstützt von Bernd Mortimer (ABU) wurde aber dieser Tagesordnungspunkt abgesetzt.

Es bestehe noch Beratungsbedarf. Außerdem soll die Verwaltung erst einmal bei dieser Realschule in Erfahrung bringen, ob überhaupt Bedarf für einen Ganztagsbetrieb besteht, wie Krämer sagte.
ArtikelAuf Nachfrage von Gabriele Persigehl (CDU) erklärte Dezernent Stephan Spaltner, dass eine Beschlussfassung erst Anfang nächsten Jahres nicht förderschädlich sei. Er rechne mit einer Bauzeit von etwa einem halben Jahr. So könnte die Maßnahme, wie vorgegeben, bis Ende 2011 abgeschlossen und abgerechnet werden.

Die Realschule soll im Rahmen des 1000-Schulen-Programms erweitert werden. Es geht um die „pädagogische Übermittagsbetreuung” von Schülern mit Nachmittagsunterricht und den Bau entsprechender Räume.

Ein entsprechender Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung liegt laut Verwaltung seit Oktober letzten Jahres vor. Die Industrie- und Gewerbepark Alsdorf (IGA) GmbH hat für die Umsetzung detaillierte Pläne erarbeitet. So soll eine Cafeteria gebaut werden.

Diese Schulerweiterung auf Basis dieser Unterlagen sollte der Schulausschuss billigend zur Kenntnis nehmen und die Verwaltung mit der Umsetzung beauftragen. Dann sollte der Ausschuss für Gebäudewirtschaft seine Zustimmung für eine „Ausführungsvereinbarung” mit der IGA geben - eigentlich.

Die Leiterin der Marienschule, Marianne Spille, wurde vom Vorsitzenden des Ausschusses für Gebäudewirtschaft, Heinrich Plum (SPD), ans Mikrophon gebeten. Spille berichtete, dass es derzeit keinen Schulkonferenzbeschluss für einen entsprechenden Ganztagsbetrieb gebe. Sie wisse auch nicht, ob sich seit dem letzten Abfragen das Meinungsbild der Eltern geändert habe. Sie sehe auch nicht, wie ein entsprechender Beschluss bis Anfang nächsten Jahres zustandekommen könne, zumal es für die Einrichtung eines entsprechenden Angebots für Eltern bzw. deren Kinder mehr bedarf, als nur eine Cafeteria anzubauen.

Allerdings hatte die Schulkonferenz im September 2008 die Erweiterung der Schule für die Übermittagsbetreuung beantragt, wie den Unterlagen der Verwaltung zu entnehmen ist. Gewünscht war der zweistöckige Anbau am Hintergebäude (Cafeteria) und ein Aufenthaltsraum. Zudem sollte ein Kiosk eingerichtet werden. Die Kosten sollten sich auf 540.000 Euro belaufen.

Aber die Stadt folgte nicht der Bitte, das Geld aus Mitteln des Konjunkturpakets II bereitzustellen, und will jetzt mur nur noch 200.000 Euro aufbringen, indem das 1000-Schulen-Programm angezapft werden soll.
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