Erstklassiges Lernklima und Schimmel an den Wänden

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Präsentation in der Realschule: Die Jungs der Werk-AG zeigten anschaulich, dass auch in marodem Gemäuer guter Unterricht geleistet werden kann. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Sanierung oder Neubau? Diese Frage nach der baulichen Zukunft von Realschule und Gymnasium beschäftigte am Wochenende auch die Besucher der Tage der offenen Tür in beiden Schulen in Alsdorf-Ofden.

„Ich hoffe schon, dass es einen Neubau gibt”, sagt Sabine Quent, deren neunjährige Tochter Ronja sich einen Besuch des Gymnasiums sehr gut vorstellen könne. Dass das Gebäude womöglich zu einer Großbaustelle wird, stört die Mutter nicht.

„Für die Wahl der Schule spielt das bei mir keine Rolle. Zu meiner eigenen Schulzeit hatten wir auch schon mal Handwerker im Gebäude. Damit kann man ja leben.”

So beurteilt auch Cornelia Schlömer die Situation. „Mir geht es nur um die Lernmöglichkeiten, die eine Schule bietet.” Und die seien am Ofdener Gymnasium sehr gut.

Ihr Sohn Jan besucht bereits die siebte Jahrgangsstufe und sei begeistert von dem Dalton-Selbstlernprinzip, das nun auch seine Schwester Ines kennenlernen möchte. Wenn das Lernklima stimme, sagt die Mutter, sei die Bausubstanz zweitrangig.

Projekte und Mitmachstationen hatten beim Tag der offenen Tür wie die Gymnasiasten auch die Schüler der Realschule vorbereitet. Doch kommen nur wenige Besucher, um sich ein Bild von der Schule zu machen.

„In anderen Jahren haben wir locker das Doppelte”, sagt Leiter Peter Lambertz. Auch deshalb hofft er darauf, dass der Weg für einen Neubau freigemacht wird. „Ein neues Gebäude würde die Schule wieder in die Öffentlichkeit, in den Mittelpunkt rücken.” Sie würde sie zumindest sehr nah an Michaela Bougé heranrücken.

„Wir wohnen in der Nähe des Anna-Parks, das wäre ideal”, sagt die Mutter, die sich die Schule mit ihrem Sohn anschaut. Zwar lege sie vor allem Wert auf die Inhalte einer Schule, doch „würde ein Neubau auch dem Lernklima insgesamt zugute kommen”.

Eine andere Mutter eines Vierklässlers, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will, wird konkreter: Mein erster Eindruck hier war: owei! Da haben andere Schulen bei mir einen viel besseren Eindruck hinterlassen. Ich versuche zwar, über die Schimmelflecken an den Wänden hinwegzuschauen - aber einfach ist das nicht.”
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