Erste Handgriffe fürs Berufsleben geübt

Von: Stefan Schaum
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Erste Infos: Am Stand des Zeit
Erste Infos: Am Stand des Zeitungsverlags standen Azubis und Ausbilder unserer Redakteurin Beatrix Oprée Rede und Antwort, hier Patricia Guilleaume (4.v.r.) von Mercedes. Rodas Vize-Bürgermeisterin Marie-Theres Sobczyk (l.) und Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders hatten zuvor in ihren Grußworten die Chancen der Berufsmesse für junge Menschen unterstrichen.

Herzogenrath/Alsdorf. Am Ende des Morgens waren die meisten Schüler richtig schwer bepackt. Tüten voller Informationsbroschüren, Firmenporträts und Ausbildungsmöglichkeiten nahmen die jungen Besucher vom fünften Alsdorf-Herzogenrather Ausbildungsmarkt im TPH mit.

Gut möglich, dass aus dem ein oder anderen Gespräch an den Infoständen einmal mehr wird. Der Weg zu einer Lehrstelle wurde am Donnerstag jedenfalls möglichst kurz gemacht.

Mehr als 1000 Schüler machten sich auf dem Ausbildungsmarkt - erneut als Kooperation der Städte Herzogenrath und Alsdorf angeboten - ein Bild von den vielfältigen Möglichkeiten, die nach der Schulzeit auf sie warten. „Das ist eine besondere Chance”, sagte Rodas Erste Vize-Bürgermeisterin Marie-Theres Sobczyk bei einem von unserer Redakteurin Beatrix Oprée moderierten Gespräch, das den Infotag eröffnete. „Hier findet Ihr einen sehr guten Querschnitt der Ausbildungslandschaft.”

An Auswahl mangelte es tatsächlich nicht: Mehr als 50 Unternehmen aus der Region stellten ihre Ausbildungszweige vor. Dafür dankte Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders den Teilnehmern. „Für uns als Kommunen ist es wichtig, den Firmen beste Bedingungen zu bieten, damit eine Ansiedlung sich für sie lohnt und letztlich auch unsere Jugendlichen von der Ausbildung profitieren können.”

Dass sie profitieren, wurde bei dem Gespräch deutlich. Denn auf der Bühne sprachen auch Azubis über ihre Erfahrungen. Ebenso waren an den Infoständen zumeist sie es, die den Schülern Rede und Antwort standen und Spaß daran hatten, mit Fragen bestürmt zu werden.

Susanne Reuter konnte sich noch gut daran erinnern, dass sie auch mal auf der anderen Seite des Infotisches stand. Das ist nämlich noch gar nicht lange her. Im ersten Lehrjahr ist die angehende Industriekauffrau nun bei Saint Gobain. Vor gut zwei Jahren hat die heute 18-Jährige eine Ausbildungsbörse besucht. „Mit kribbeligem Gefühl”, wie sie sich erinnert. Auch mit ihrem heutigen Ausbilder hat sie Gespräche geführt, es folgte ein Praktikum, schließlich die Lehrstelle. So kann es gehen, so soll es gehen.

Auch Tristan Stammsen, Azubi in den Stolberger Dalli-Werken, kennt den Vorteil der direkten Ansprache. „Im Unternehmen hatte es einen Kennenlerntag gegeben, den ich besucht habe.” Und recht bald danach hatte auch er einen Ausbildungsvertrag in der Tasche.

Hingehen, sich vorstellen und vielleicht gleich überzeugen - diese Rechnung mochte auch am Donnerstag bei dem ein oder anderen aufgegangen sein. An vielen Ständen trugen kleine Spiele und viele praktische Demonstrationen dazu bei, Neugier zu wecken und die mögliche Scheu vor Gesprächen zu nehmen. So konnten die Jugendlichen mit Lötkolben oder Strommessgeräten hantieren. Sie konnten sich an Maschinen als Dreher versuchen oder sich von Rettungsassistenten den Umgang mit medizinischem Gerät erklären lassen. Das war gefragt, so mancher Stand war regelrecht von denen umlagert, die ihr Können auf die Probe stellen wollten.

Die moderne IT-Branche, das klassische Handwerk und große Ausbilder wie Polizei und Bundeswehr, Versicherer und Verwaltungen stellten sich bei dem Infotag vor. Weiterbildungsmöglichkeiten waren ebenso im Blick.

Für das Duale Ausbildungssystem etwa warb Andreas Beumers von der FH Aachen. „Studium und eine klassische Lehre lassen sich gut miteinander kombinieren”, lautet sein Credo. Wie auch immer die Ausbildung aussehen soll - es konnte nicht schaden, sich möglichst früh zu informieren. Bestes Beispiel in dieser Hinsicht: die „TPHasen”.

Die Knirpse aus dem Betriebskindergarten machten sich mit großen Augen auch ein Bild vom Berufsmarkt, der in den langen Gassen zwischen den vielen Firmen im Gebäudekomplex ein besonderes Ambiente hatte. Wie groß die Vielfalt der Möglichkeiten ist, haben die Besucher am Donnerstag hautnah erlebt. Einen womöglich wichtigen Schritt in ihr späteres Berufsleben haben sie ganz nebenbei getan.
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