Erfolgreiches Kampfsport-Duo hat noch viel vor

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:

Alsdorf. Geht da noch was? Kann gut sein. „Ich will noch mehr, klar”, sagt Marcus Ketteniß. Was er bereits hat, ist aber schon mal nicht schlecht. Mit einer Bronzemedaille ist der 32-Jährige jetzt von der Taekwondo-Weltmeisterschaft in Ankara zurückgekehrt.

Es ist der bislang größte sportliche Erfolg des selbstständigen Diplom-Kaufmannes, der im Taekwondo-Club in der Broicher Siedlung trainiert.

„Super, Junge. Gut gemacht”, hat dort Trainer Gerd Stein in den Hörer gerufen, als der Anruf aus der Türkei kam. Der 51-Jährige hat es schon immer gewusst: der Marcus kann das packen! Neben Talent und einem durchtrainierten Körper habe er nämlich den Ehrgeiz und die Willensstärke auf die es beim Kampfsport ankomme.

Weit herumgekommen

Seit 1989 liebt der Stolberger die koreanische Selbstverteidigung, in der es zum 4. Dan gebracht hat. Der Sport hat ihn weit herumgeführt.

Sogar in Seoul hat er bei einer WM bereits auf der Matte gestanden, im Mutterland des Taekwondo. Mit dabei war seine Frau Nicole. Nicht etwa als Zuschauerin.

Auch die 28-Jährige gehört zur Nationalmannschaft und hat ihren Mann durch die gemeinsame sportliche Leidenschaft kennengelernt. „In Seoul war Nicole damals ein richtig großer Star”, sagt Marcus. „Die haben von uns beiden Fotos für ein Poster gemacht - und mich danach einfach abgeschnitten!”

Stars in ihrem Sport - das sind die beiden in der Regel nur im Ausland. Hierzulande sind sie nur in der Kampfsportszene bekannt. Während Asiaten und manche Europäer - Spanier etwa und Türken - ansehnliche Preisgelder kassieren, treten Deutsche in der Regel für die Ehre an. Sei´s drum.

„Wir sind ja keine Randgruppensportler”, sagt Marcus, „wir sind was Besonderes!”

Dem eigenen Triumph in Ankara hätte er gemeinsam mit Nicole beinahe noch eins draufgesetzt. Lange lag das Duo im Paarlauf auf dem ersten Platz und landete dann doch auf dem sechsten. Schade, doch die nächste WM ist nicht weit.

Vor der werden sie wieder täglich trainieren und ihre Körper an die Leistungsgrenze bringen. Dass die Chemie zwischen ihnen stimmt, macht vieles leichter.

„Wenn man weiß, wie der andere tickt, kann man sich viel besser auf ihn einstellen”, sagt Nicole. Und wie Marcus will sie den Erfolg. Irgendwann einmal den ersten Platz bei einer Weltmeisterschaft. Das wär´s. Und das geht vielleicht noch. Sie haben noch Zeit. „Wer richtig Taekwondo macht, der hört nicht einfach damit auf.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert