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Entscheidung über Büros im Automuseum soll auf den Prüfstand

Von: Georg Pinzek
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Gefragter Standort: Ins Automuseum im Stadtgarten wollen Anwälte und der Förderverein des Blaulicht-Zentrums. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Beim Fördervereins „Erlebniswelt der euregionalen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben” (euroBOS), der im ehemaligen Automuseum im Stadtgarten nach wie vor ein Blaulicht-Ausstellungs- und Kommunikationszentrum errichten will, schrillen die Alarmglocken.

Am Donnerstag wird im Stadtentwicklungsausschuss ein für den Verein sehr brisanter Antrag beraten. Demnach soll in dem bislang nur als Museum zu nutzenden Gebäude die Einrichtung von Büros zugelassen werden.

Der gültige Bebauungsplan und der Flächennutzungsplan müssen dafür geändert werden.

Ein Investor will die 1000 Quadratmeter große „Luxushalle” in eine exklusive Adresse für Anwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer umbauen.

„Leuchtturmprojekt”

Fördervereinsvorsitzender Georg Keller meldet sich nun besorgt im Namen von „euroBOS” zu Wort: „Bevor die Stadt im Ausschuss die Totenglocken für ein wirklich überregional bedeutendes Projekt läutet, sollte dem Delinquenten noch ein letzten Vorschlag an unsere Volksparteien gestattet sein: Wäre es nicht sinnvoll oder auch nur in dieser Situation angemessen, vor der schnellen und dann nicht mehr rückgängig zu machenden Aufhebung der Museums-Baulast zunächst einmal alle Möglichkeiten zum Kauf und späteren Verwendung der Museumshalle durch die Stadt oder die SEW intensiv zu prüfen und bürgerfreundlich offenzulegen? Dann bestünde zumindest noch die Gelegenheit für Würselens Rat und Verwaltung, sich vor der Blitzentscheidung klar zu bürgerschaftlichen, engagierten Vorschlägen zu positionieren und vielleicht die Chance zu erhalten, dass auch in Würselen Lust statt Frust am bürgerschaftlichen Engagement erhalten bleibt.”

Als 2002/2003 die Euregionale 2008 mit einem Förderbudget von rund 100 Millionen Euro „Leuchtturmprojekte mit grenzüberschreitendem Charakter” suchte, habe sich der eigens dafür gegründete und zwischenzeitlich nicht nur bei den Würselener Bürgern recht gut bekannte Förderverein mit einem durchdachten Vorschlag an diesem Ideenwettbewerb beteiligt.

Die geringen Vermarktungschancen der Immobilie in Kombination mit den üppigen Euregionale-Millionen hätten für die etwa 20.000 ehrenamtlichen Blaulichthelfer in der Region und für die Stadt eigentlich die optimale Ausgangsbasis zur Realisierung des Projekts geboten.

Die exponierte Lage, die durch die Baulast „Museum” im Interesse Würselens bislang abgesichert ist, habe für das Zentrum sogar einen notwendigen Synergieeffekte dargestellt.

Doch noch ist für Keller und seine Mitstreiter der Zug nicht abgefahren: „Auch wenn unser Antrag an die Euregionale zwischenzeitlich wohl als abgelehnt angesehen werden muss - einen offiziellen Bescheid haben wir bisher noch nicht erhalten -, sprudeln doch noch andere Förderquellen kräftig weiter. Wenn nun die Stadt die Baulast aufhebt, steht einer freien Vermarktung der Sahne-Immobilie nichts mehr im Wege. Der Traum vom Erfolg einer mit großem Herzblut betriebenen, bürgerschaftlichen Initiative scheint dann endgültig geplatzt zu sein - jedenfalls in puncto Würselen. Damit würden dann alle vollmundigen Bekenntnisse zum ehrenamtlichen Engagement als Stütze unserer Gesellschaft letztendlich wieder ins Leere laufen.”
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