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Energiedetektive an der Grundschule Würselen-Mitte unterwegs

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
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Wo haben sich die Stromfresser versteckt, wo lässt sich Energie sparen? Die Energiedetektive aus der 4b haben es auch in selbst gebauten Pappmodellen erforscht. Foto: Stefan Schaum

Würselen. Sie haben sie alle beklebt. Jeden einzelnen Lichtschalter in der Grundschule Würselen-Mitte. „Sind die Kinder raus - Licht aus!” Die selbst gemalten Hinweise auf den knallbunten Papptäfelchen sind nicht zu übersehen. Und sie wirken.

In den leeren Räumen im Gebäude ist es in der Regel dunkel. Selbst während des Unterrichts leuchtet in so manchem Klassenzimmer nicht mehr jede Lampe.

Nur so viele, wie unbedingt nötig. Dank der eifrigen Energiedetektive der Klasse 4b. Die sind seit einigen Wochen im Gebäude unterwegs, um Energieräuber und Stromfresser zu enttarnen und sparsamen Umgang mit Elektrizität, Heizenergie & Co. einzufordern.

„Wenn in Kraftwerken zum Beispiel aus Kohle Energie gewonnen wird, werden viele Schadstoffe produziert, die gar nicht so gut für die Umwelt sind”, sagt der zehnjährige Jonny.

Nicht nur deshalb wollen er und seine Freunde dafür sorgen, dass zumindest in ihrem Umfeld nicht mehr Energie als nötig verbraucht wird.

Ihr Einsatz soll sich auch finanziell lohnen. Alina hat sich sogar einen Reim darauf gemacht: „Energiesparen ist toll, denn es hält den Geldbeutel voll.”

Stromkosten zu berechnen war in den vergangenen Wochen ein Thema im Mathematikunterricht. Die hübschen Hinweisschilder sind im Kunstunterricht entstanden, in Deutsch wurden Energiegedichte verfasst.

Ein ganzer Stundenplan unter Strom. Mit ihrem Projekt beteiligen sich die Schüler am Wettbewerb „Schüler powern für die Umwelt” der Energie- und Wasserversorgungsgesellschaft (EWV). Neu ist das für sie nicht.

In der ersten Klasse waren die Schüler schon einmal angetreten, damals mit einem Projekt rund ums Papierschöpfen. Ein weiteres Mal beteiligten sie sich in der zweiten Klasse, als sie sich dem Wasser und dessen Aufbereitung widmeten.

Sogar eine kleine Kläranlage haben sie seinerzeit gebaut. Beides mit Erfolg: Jeweils auf dem dritten Platz landeten die Schüler in den beiden Wettbewerbsrunden - und jedes Mal flossen dafür 300 Euro in die Klassenkasse.

Diesmal soll es das oberste Treppchen auf dem Siegerpodest werden, weshalb die 30 Kinder ganz schön unter Strom stehen.

„Die legen sich richtig ins Zeug”, sagt Klassenlehrerin Petra Gehrmann, die die Kinder gemeinsam mit Referendarin Sabrina Leenders zu Energiedetektiven gemacht hat. Nicht nur Schilder für die Lichtschalter haben die Kinder gemalt.

Auch an den Heizungen und Fenstern haben sie ihre Hinweise platziert und sie haben den Hausmeister Dirk Drescher quer durchs Gebäude begleitet um zu schauen, wo man vielleicht noch Energie sparen könnte.

All das haben sie dokumentiert. Auf großen Papptfafeln, die sich nun in jedem Klassenzimmer des Gebäudes finden. „Tipps zum Energiesparen” stehen unter der dicken Überschrift.

Etwa der: Stoßlüften statt Kipplüften! Soll heißen, dass ein Fenster nicht stets etwas geöffnet sein soll, sondern nur kurzzeitig, dann aber ganz weit. Die Raumtemperatur sollte ohnehin nicht zu hoch sein, „20 Grad Celsius sind doch ausreichend”, sagt der zehnjährige Philipp.

Dass die Türen geschlossen bleiben sollten, versteht sich zwar, doch haben die Schüler auch das noch einmal fett auf ihre Schilder geschrieben.

Ebenso den Hinweis, Elektrogeräte wie Computer oder CD-Player nicht im energiefressenden Stand-by-Modus zu belassen, sondern bei Nichtgebrauch den Stecker aus der Dose zu ziehen.

Positive Reaktionen

Und wie haben die Mitschüler auf die Tipps der Energiedetektive reagiert? Sehr positiv. Lena (zehn Jahre): „Viele wollen uns unterstützen und in ihren Klassen auf den Energieverbrauch achten.”

Damit die Schüler ordentlich für die Umwelt powern können.
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