Ende der Großbaustelle: Denkmalplatz wird eröffnet

Von: Stefan Schaum
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Viel Platz, auch für die Kunst: Die Skulptur „Dreiklang” schmückt seit Dezember den neu gestalteten Denkmalplatz.

Alsdorf. Zwar ist die Abschlussrechnung noch nicht ganz fertig, doch dürfte es keine Überraschung mehr geben. „Wir sind beim Denkmalplatz in Sachen Zeit und Geld voll im Plan geblieben”, sagt Michael Göttgens. „Allen Unkenrufen zum Trotz!”

Was der Fachgebietsleiter des Bauamtes während der vergangenen sechs Jahre mit seinem Team im Herzen Alsdorfs entwickelt hat, nennt er rückblickend ein „kniffliges Mammutprojekt”.

Ein schwerer Stand

Viel Kritik hatte es bereits im Vorfeld des Umbaus gegeben, der 1999 mit einem Architektenwettbewerb ins Rollen gekommen war. Vor allem Händler im Zentrum hatten Umsatzeinbußen während der Bauzeit befürchtet. „Wir hatten immer einen schweren Stand”, sagt Göttgens.

Er hat Verständnis für die Kaufleute, die teils saftige „Baustellen-Rabatte” gewährten, um Kunden den Weg in die City schmackhaft zu machen, die von März 2006 bis September 2007 einer Kraterlandschaft glich. „Wir haben dabei im Boden etliche Versorgungsleitungen gefunden, die nirgendwo eingezeichnet waren.” Viele Fremdfirmen mussten seinerzeit helfen, dieses Geflecht aus Rohren und Kabeln zu entwirren und neu zu strukturieren.

Im Jahr 2008 standen die Bagger still. Die Straßenarbeiten waren beendet, die Ausschreibung für den eigentlichen Denkmalplatz war auf dem Weg. Dort packten im zweiten Bauabschnitt ab Januar 2009 die Arbeiter an. Im Spätherbst zogen sie endgültig ab. Seitdem wächst stetig die Zahl derer, die den Denkmalplatz als Alsdorfer Schmuckstück empfinden. „Auch Kritiker von damals finden ihn heute super”, sagt Göttgens. Das nimmt er als Bestätigung für die Mühen Vieler. „Die Arbeit hat sich gelohnt.”

Gut fünf Millionen Euro hat der komplette Umbau gekostet, etwa 1,2 Millionen davon schultert die Stadt, der Rest stammt unter anderem aus Mitteln des Landesbetriebs Straßenbau. Vor allem in der Dämmerung, wenn die Strahler im Boden die 44 Stadtbirnen und die Skulptur „Dreiklang” prunkvoll illuminieren, glänzt der Platz. „Das ist wirklich ein Aha-Effekt, der auch Besucher aus anderen Städten fasziniert”, sagt Bürgermeister Alfred Sonders, der den Platz zum Frühlingsfest offiziell vorstellen wird.

Einheitlich in Weiß

Das Motto des Festes der Aktionsgemeinschaft - „Alsdorf blüht auf” - nimmt er durchaus wörtlich. „Wenn dieser Platz auflebt, dann lebt die gesamte Innenstadt auf.” Jüngst hat er bei den Besitzern der Gebäude an der so genannten Randbebauung darum geworben, die Fassaden in einem einheitlichen Weiß zu streichen. Ergebnis: „Die waren sofort bereit, die Aufträge an die Maler sind raus.”

So wird sich auch dieser Bereich am Denkmalplatz bald in einem neuen Look zeigen, der das Zusammengehörigkeitsgefühl unterstreicht. „Das Wir-Gefühl steigt”, sagt Toni Klein, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft. Das sei bei der Planung des Festes spürbar, das ein Stück größer ausfallen soll als in vergangenen Jahren. „Wir ziehen in Alsdorf mehr und mehr an einem Strang - und es geht in die richtige Richtung!”

200 Luftballons starten zum Frühlingsfest:

Offiziell „eröffnet” wird der Denkmalplatz zum Start des Alsdorfer Frühlingsfestes. Am Samstag, 8. Mai, beginnt die Feierstunde um 11 Uhr. Nach der Ansprache von Bürgermeister Alfred Sonders werden Kellersberger Kita-Kinder 200 Luftballons in den Stadtfarben Blau und Gelb steigen lassen.

Die Skulptur „Alsdorfer Lotos” des Raerener Künstlers Peter Bucholz (Bild) und eine Edelstahlskulptur des Würselener Künstlers Albert Sous sollen ebenfalls enthüllt werden. Anschließend beginnt ein Konzert der „Oberländer Buam”. Um 15 Uhr spielt die Alsdorfer Band „Golden Melody” auf dem Platz.

Eine Autoschau wird an beiden Aktionstagen auf dem Denkmalplatz zu sehen sein. Ebenso ein Blumenmarkt, der zudem die Stadthalle und die Rathausstraße säumt. An beiden Festtagen können Kinder an einem Luftballonwettbewerb der AWO teilnehmen. Einen Kinderführerschein können sie bei einem Kettcar-Parcours erwerben.

Mit einem Frühschoppen eröffnen die „Oberländer Buam” um 11 Uhr den Sonntag, 9. Mai. Um 13 Uhr öffnen die Händler in der Innenstadt ihre Geschäfte. Verkaufsstände werden an beiden Tagen die Straßen säumen. Auch gibt es Modenschauen und Ponyausritte an der Rathausstraße. Die SPD lädt zu ihrer Kirmes auf den Annaplatz ein. Die beginnt bereits am Freitag, 7. Mai, um 16 Uhr.
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