„Elsbeere” wird im Würselener Wald heimisch

Von: Nina Krüsmann
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Bereit zur Pflanzaktion: Försterin Susanne Gohde (2.v.l.), Forstwirt Alexander Kutzsche (4.v.l.), Mitglieder der Waldjugend, OGE-Betriebsingenieur Roald Essel (r.) und Forsthund Fa. Foto: Krüsmann

Würselen. „Else” ist ab sofort im hiesigen Wald heimisch: Försterin Susanne Gohde hat an der Gasverdichterstation Stolberg zwischen Eilendorf und Verlautenheide eine Pflanzaktion organisiert, um den „Baum des Jahres” an der Heckstraße anzusiedeln.

Gemeinsam mit Forstwirt Alexander Kutzsche und vier Mitgliedern der Waldjugend wurden die 25 Bäume der „Elsbeere” sorgsam angepflanzt. In fachmännischer Weise gruben die Mitarbeiter die drei Jahre alten Pflanzen gegenüber der Gasverdichterstation an der Abzweigung L23 an der Kreuzung Würselener Straße/Heckstraße ein. Eine Käfigkonstruktion soll die Setzlinge in nächster Zeit vor Rehen schützen. Die Waldtiere schätzen die jungen Pflanzen nämlich als Delikatesse.

„Die Elsbeere ist eine seltene, einheimische Baumart, deren Holz sehr gefragt ist und zum Beispiel für luxuriöse Möbel teuer gehandelt wird”, erklärt Forstwirt Alexander Kutzsche. Auch für Fruchtschnaps wird die Elsbeere gerne verwendet. In Würselen und Umgebung war die Elsbeere bisher nicht angesiedelt, dennoch passt sie sehr gut hierher. „Die Baumart ist absolut standortgerecht und wird hier prächtig gedeihen”, erklärt Gohde.

„Wunderschöne rote Blätter”

Erste sichtbare Triebe des „Else” genannten Bäumchens sind in fünf Jahren zu erwarten. „Else ist ein Baum, der auch aus landschaftsgärtnerischer Sicht sehr reizvoll ist. Im Herbst leuchten seine wunderschönen roten Blätter auf”, erklärt Gohde. Einst sei die Elsbeere sogar ein beliebtes Arzneimittel gewesen, eine Zeit lang habe man sie auch „Martin-Luther-Baum” genannt. „Hier im nährstoffreichen Kalkboden wird sie gedeihen, denn sie mag die Lage am Waldrand und kriegt gerne viel Sonne ab”, unterstreicht Kutzsche.

Gesponsert wurden die 25 Bäume vom Betreiber der Gasverdichterstation Stolberg. „Wir unterstützen gerne diese ökologisch wertvolle Maßnahme mit 100 Euro. Die 25 Bäume stehen quasi auf unserem Nachbargrundstück”, sagt Roald Essel, Betriebsingenieur vom Dienstleister Open Grid Europe (OGE), der zuständig ist für die Naturgaspipeline.

Mit dabei war auch Schülerpraktikantin Michelle Koch. Die 15-Jährige besucht die Guttenberg-Schule in Stolberg und erlebt hautnah mit, wie Forstwirte leben und arbeiten. „Drei Wochen begleite ich Susanne Gohde und es ist absolut spannend zu sehen, welche Maschinen da alle zum Einsatz kommen und was es alles zu beachten gibt”, erzählt sie.

Bereits im Herbst steht vor Ort eine weitere Kooperation an: Dann soll im Wald ein Feuchtbiotop entstehen, das in enger Zusammenarbeit mit Susanne Gohde geplant wird und mit Oberflächenwasser der Gasverdichterstation gespeist werden soll. Bereits vormerken sollten sich alle Freunde des Grüns vor der Haustür den 29. Oktober. Dann findet der Würselener Waldtag statt.
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