Radarfallen Blitzen Freisteller

Elmar-Harren-Halle zum neuen Schuljahr fertig

Letzte Aktualisierung:
4996365.jpg
Trümmerfeld: Die Elmar-Harren-Halle an der Krottstraße wird derzeit umfassend „ausgeweidet“ und technisch saniert. Foto: Stefan Schaum

Würselen. Eine dichte aber feine „Staubwolke“ hat sich in der Elmar-Harren-Halle an der Krottstraße breit gemacht. Es herrscht eine Atmosphäre wie im dichtesten Londoner Herbstnebel. Für die Techniker ist dies aber ein gutes Zeichen, da die „Staubwolke“ Ergebnis massiver Sandstrahlarbeiten ist.

Vor Ort machen sich Technischer Beigeordneter Till von Hoegen, kommissarischer Fachbereichsleiter Ralf Hartmann und Architektin Anuschka Posthoff vom Gebäudemanagement der Stadtverwaltung mit Diplom-Ingenieur und Architekt Mathias Paulssen vom Aachener Architekturbüro Paulssen und Schlimm sowie Bauleiter und Architekt Andreas Klinkenberg ein Bild vom Stand der umfangreichen Sanierungsarbeiten.

Bekanntlich wurde die Elmar-Harren-Halle aufgrund verschiedener und massiver Auswirkungen für den Betrieb im Frühjahr 2012 geschlossen. Erhebliche Feuchtigkeitsschäden über viele Jahre hinweg an Wänden, Decken und Böden sowie Schimmel, aber auch Vandalismusschäden und die Anpassung an neue Baustandards machten eine Generalsanierung der Halle erforderlich.

Die Halle, die in den 1980er Jahren errichtet wurde, „erlitt“ über die vergangenen Jahre hinweg außerdem umfangreiche Bauteilschädigungen, die unter anderem neben einem enormen handwerklichen Einsatz einen ebenso großen finanziellen Mitteleinsatz der Kommune forderte. Da die Stadt Würselen nicht auf Rosen gebettet ist, mussten die 1,8 Millionen Euro an zu erwartenden Kosten im Rahmen des sogenannten Stärkungspaktes aufgebracht und finanziert werden.

Das Bild, das sich derzeit dem Betrachter bietet, hat mit einer Dreifachsporthalle rein gar nichts mehr zu tun. Sie stellt sich völlig „nackt“ dar, da alle angebrachten Bauteile wegen der Kernsanierung entfernt werden mussten. Hinzu kam, dass der unter dem Hallenboden in den 1980er Jahren eingebaute Dämmstoff heute aufgrund möglicher Krebsgefahren nicht mehr verwendet werden darf und sich massive Schimmelbildung ergeben hatte. Gemeinsam mit der Sicherheitsfachkraft der Stadt Würselen, aber auch Baubiologen, wurde bestätigt, dass diese Ursachen und Materialien zwar heute nicht mehr verwendet werden dürfen und somit entfernt werden mussten, aber eine gesundheitliche Gefährdung ausgeschlossen werden kann.

Architekt und Diplom-Ingenieur Mathias Paulssen übernahm mit seinem Bauleiter und Architekten Andreas Klinkenberg die Planung und überwacht die Bauausführung. Obwohl ein hoher Arbeits- und Finanzmittelaufwand eingesetzt wird, weist Paulssen darauf hin, dass sich die Halle nach Fertigstellung nicht in einem anderen optischen Erscheinungsbild darstellen wird. An der Bausubstanz an sich, an dem Eingang und dem Foyer, wird sich nicht viel ändern. Der gesamte Aufwand ist erforderlich, um die Halle zu retten und dauerhaft zu erhalten. Insofern sprechen die Fachleute von einer „technischen Sanierung“.

Bei allen Probleme, die diese umfangreiche Sanierung der Elmar-Harren-Halle mit sich bringt, ist dem Technischen Beigeordneten gleichwohl auch wichtig, sich bei den Nutzern der Halle zu bedanken, die für einen längeren Zeitraum auf andere Objekte ausweichen und ihrerseits Aktivitäten umstellen mussten. Nichtsdestotrotz sieht Till von Hoegen ein helles Licht am Ende des Tunnels und erwartet spätestens zum Beginn des Schuljahres 2013 die Wiederaufnahme des Betriebs.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert