Elektrische Beats gehen durch Mark und Bein

Von: km
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Alsdorf. „Schillernde” Klänge durchfluten den Saal der Alsdorfer Stadthalle: Christopher von Deylen alias „Schiller” präsentiert „Klangwelten - Elektronik Pur”. Mit drei Mitspielern erzeugt er elektronische Musik, geprägt von hypnotischen Klängen und intensiven Sounds.

„Elektronik Pur” zeigt die persönlichen Highlights von Deylens aus elf Jahren „Schiller”. Für die insgesamt 24 Konzerte hatte sich der Künstler im Rahmen seiner Tournee besondere Locations ausgesucht: Ziel ist es, den so genannten „Schiller-Surround-Sound” zu erzeugen. Speziell für die Aufführung in Alsdorf, wurden in der Stadthalle Lautsprecher hinter den Zuschauern angebracht, um den Suround-Sound zu optimieren und die elektrischen Beats von allen Seiten zu spüren.

Die vier Künstler kreieren so genannte „Synthesize-Sounds”, die durch die Kombination aufeinander abgestimmter elektronischer Bauelemente Klänge und Geräusche erzeugen. Christopher von Deylen wurde von seinen Mitspielern Cliff Hewitt, Christian Kretschmar und Ralf Gutske am Keyboard und Schlagzeug begleitet.

Das Ergebnis ist vorwiegend instrumentale Musik mit ruhigen Phasen, die sich langsam aufbauschen, um sich in trommelartige Rhythmen zu verwandeln. „Schillers” Stil ist geprägt von einer gleichmäßigen Ausdrucksweise, deren Sounds sich immer wieder zu einer Klimax zuspitzen. Insgesamt ist es eine verzaubernde und euphorische Klangwelt. „Die Musik erzeugt bei mir ein relaxtes Gefühl und ich fühle mich wohl dabei. Aber ich würde lieber liegen als sitzen”, erzählt Claudia Mertens.

Die Arbeit der Musiker ist sehr zurückhaltend und konzentriert. Nur minimal bewegen sich die vier Künstler mit ihren Instrumenten. Statt dessen tauchen Scheinwerfer mit Lichteffekten und Farbspielen „Schiller” und den Saal in ein plastisches Ambiente, das Lebendigkeit auf die recht leblose Bühne projiziert.

Trotz fehlender Aktivität, berührte „Schiller” die Sinne des Publikums: die hypnotisierenden Klänge und die Lichteffekte erzeugten ein Zusammenspiel, das zum Träumen anregte, unter die Haut ging und durch den Körper pulsierte. So nahm es auch Rolf Richter wahr: „Diese Klangfülle geht bei mir durch Mark und Knochen. Es gibt Phasen, da kommen die Bässe von unten, und ich habe den Eindruck, sie packen meine Beine und durchströmen den ganzen Körper.”

Die Zuschauer schätzen vor allem, dass „Schillers” Musik dem Mainstream entfliehe und sich von der üblichen Berieselung aus dem Radio abhebe.

Es ist eine musikalische Klangreise der besonderen Art, für Liebhaber der elektronischen Musik, aber auch für alle, die eine neue Welt des Klangs entdecken möchten.
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