Baesweiler - Einkaufszentrum am Feuerwehrturm: Bürgerforum nach den Ferien

Einkaufszentrum am Feuerwehrturm: Bürgerforum nach den Ferien

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Einkaufen in Vollsortimenter und Discounter am Feuerwehrturm? Dies ist derzeit noch Theorie, doch die Umsetzung in die Praxis wird derzeit intensiv überlegt. Foto: Stefan Klassen

Baesweiler. Wie notwendig ist die Ansiedlung eines Supermarktes mitsamt Discounter auf dem Gelände Am Feuerwehrturm, wie sie in einer Machbarkeitsstudie (wir berichteten) vorgeschlagen wurde? Kann weiterhin die Kirmes der Junggesellen stattfinden? Steht weiterhin genügend Parkraum zur Verfügung?

Welche Auswirkungen hätte das Projekt auf den Einzelhandel in der City? Bleibt der nahe Volkspark verschont und kann der Kindergarten Im Kirchwinkel, eine Einrichtung in Trägerschaft der Städteregion Aachen, am jetzigen Standort verbleiben? Viele Fragen sind zu klären, und Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens ist guter Dinge, dass grundsätzliche Antworten nach den Sommerferien vorliegen werden. Dann werde es ein Bürgerforum geben, „bei dem dieses zukunftsweisende Thema mit allen interessierten Bürgerinnen, Bürgern und Beteiligten diskutiert werden soll”.

Linkens betont, dass die Versorgung der Bürger mit Gütern des täglichen Bedarfs „im gesamten Stadtgebiet Baesweiler deutlich unterdurchschnittlich ausgeprägt” sei. In Setterich sei es mit großem Aufwand zur Zufriedenheit aller gelungen, durch die Ansiedlung des Neuen Marktes die Nahversorgungssituation deutlich zu verbessern. „Hiervon profitiert der benachbarte Einzelhandel”, sagt Linkens. „Dennoch fließen - wenn man das gesamte Stadtgebiet betrachtet - rund 20 Prozent der Kaufkraft für Nahrungs- und Genussmittel in die umliegenden Städte. Dieser Kaufkraftabfluss ist für ein Mittelzentrum in der Größenordnung der Stadt Baesweiler nicht angemessen und schwächt den örtlichen Einzelhandel und stellt sich als Erschwernis für die Bürger dar, da der Einkauf sehr oft außerhalb unserer Stadt getätigt wird.”

Viele Gespräche geführt

Zudem: Weil der Vollsortimenter Edeka wegen zu geringer Verkaufsfläche nicht an der Kirchstraße bleiben wolle, schwäche dies das Einzelhandelszentrums Baesweiler zusätzlich. Linkens: „Deshalb müssen wir dieses Problem lösen und geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen.” Eine solche könne - wie im Gutachten der BBE Handelsberatungs GmbH empfohlen - die Ansiedlung eines Vollsortimenters mit etwa 2300 Quadratmetern Verkaufsfläche und gegebenenfalls eines Discounters mit etwa 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche sein. Linkens betont: „Kleinere Einzelhandelsgeschäfte sind an diesem Standort nicht beabsichtigt. Hier setzen wir weiter auf die Vielzahl und Vielfalt des lokalen Facheinzelhandels vom Reyplatz bis zur Straße In der Schaf.”

Bereits im Vorfeld seien Gespräche mit sehr vielen Einzelhändlern aus Baesweiler und Setterich und mit dem Junggesellenverein Baesweiler geführt worden, um die gesamte Problematik vorzustellen und zu diskutieren. Laut Linkens „wurde dabei von der Verwaltung deutlich gemacht, dass das Vorhaben nur weiter verfolgt wird, wenn sichergestellt ist, dass auf dem Parkplatz am Feuerwehrturm die räumliche Möglichkeit für das Brauchtum und die Kirmes erhalten bleiben, dass weiterhin genügend Parkplätze für Kunden, die das Einzelhandelszentrum Baesweiler besuchen, vorhanden sein werden, und dass durch eine entsprechende Tragfähigkeits- und Verträglichkeitsanalyse nachgewiesen wird, dass das angedachte Vorhaben keine negativen Auswirkungen auf die Einzelhandelszen-tren Baesweiler und Setterich haben wird”.

„Keine negativen Auswirkungen”

Auch die Politik sei über das Vorhaben sowie über die Ergebnisse der Markt- und Standortanalyse für den Einzelhandel im Zentrum Baesweiler in den jeweiligen Fraktionen, im Bau- und Planungsausschuss sowie im Stadtrat informiert worden.

Grundsätzlich dürfe laut Linkens die Schlussfolgerung der BBE-Markt- und Standortanalyse nicht außer Acht gelassen werden: Darin heiße es, dass „angesichts der unterdurchschnittlichen Lebensmittelmarkt-Ausstattung in der Stadt Baesweiler und der hohen Kaufkraftabflüsse bei Lebensmitteln bei Ansiedlung dieser Betriebe negative Auswirkungen auf die Versorgungsstrukturen der Stadt ausgeschlossen werden können. Dies gilt auch für den zentralen Versorgungsbereich in Setterich.”
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